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Knauf reicht Gewinnungsbetriebsplan ein

02.09.2005

Der steirische Baustofferzeuger Knauf hat beim
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit am 29.08.05 den Gewinnungsbetriebsplan für den Gipssabbau in Hall eingereicht.
Nachdem alle notwendigen bisherigen Genehmigungen vorhanden sind, ist dies der letzte logische Schritt für die Gipsgewinnung in Hall.

Nachdem alle notwendigen umfassenden von gerichtlich beeideten Sachverständigen ausgestellten Gutachten zu allen relevanten Themen (wie Umwelt, Forst, Wasser und Geologie) vorliegen, entschloss sich das steirische Unternehmen aus dem Ennstal nun den Gewinnungsbetriebsplan für den Gipsabbau einzureichen. Immer wieder wurde die fehlende Einreichung von dem Gegner kritisiert, "doch
diese Vorstellung, dass alle notwendigen Anträge für Genehmigungen auf einmal eingereicht werden können, sind einfach naiv", erläutert
Otto Ordelt , Geschäftsführer der Knauf GmbH, die Vorgehensweise. Der daraus resultierende enorme Arbeitsaufwand für die beauftragten Sachverständigen, das Unternehmen, sowie die befassten Landes- und Bundesbehörden, ist auf einmal nicht zu bewältigen. Vielmehr ist dieses ganze Verfahren als ein Prozess zu verstehen, bei dem ein Schritt nach dem anderen absolviert wird.

Der Rohstoff Gips stellt die wirtschaftliche Grundlage von Knauf dar und ist somit das existentielle Fundament der 240 Mitarbeiter und
ihren Familien. Von der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens sind auch die mit Knauf kooperierenden Gewerbebetriebe und deren
Umfeld abhängig; insgesamt sind rund 1000 Personen betroffen. "Es kann nicht sein, dass unsere Existenzen aufgrund von grün poltischer
Profilierungsucht gefährdet werden, denn es ist gegen alle Vernunft dieses Projekt zu verhindern", macht der Betriebsratsvorsitzende der Angestellten Ferdinand Platzer seinem Ärger Luft. "Der Unmut der Belegschaftsvertretung richtet sich primär gegen die Verantwortungslosigkeit eines Lokalpolitikers, der sichere Arbeitsplätze für seinen Wahlkampf missbraucht", fährt Helmut Lemmerer, Betriebsratsvorsitzende der Arbeiter, fort. "Der Wunsch der Unternehmensleitung, als auch des Arbeiter- und Angestelltenbetriebsrates ist es einfach in Ruhe arbeiten zu können, so dass die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und somit der Mitarbeiter und ihres Umfeld sowie die der betroffenen Gewerbebetriebe gesichert ist", beschreibt Ordelt die Situation.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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