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Kollektivvertragsverhandlungen

26.04.2005

Vereinbarung vom 8.4.2005
zwischen der Bundesinnung Bau, dem Fachverband der Bauindustrie einerseits und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund, Gewerkschaft Bau-Holz, andererseits
Ergebnis der Kollektivvertragsverhandlungen vom 8.4.2005

1.Löhne
1.1. Die kollektivvertraglichen Mindestlöhne und Lehrlingsentschädigungen werden per 1.5.2005 (für die Zuschläge gemäß BUAG 2.5.2005) für eine Laufzeit von 12 Monaten um 2,49% erhöht.
Bei der Errechnung der Lohnsätze findet jeweils die kollektivvertragliche Rundungsregelung Anwendung; d.h. es wird auf einen Cent genau kaufmännisch gerundet.
1.2. Die bisherige Parallelverschiebungsklausel bleibt aufrecht.
1.3. Die obigen Punkte finden in gleicher Weise auf den Kollektivvertrag für die feuerungstechnischen Betriebe sowie auf den Zusatzkollektivvertrag für Spezialisten Wien und den Leistungsvertrag für Gipser und Fassader Anwendung.
1.4. Der Kollektivvertrag beginnt seine Wirksamkeit am 1.5.2005 bzw. für die Zuschläge gem. BUAG am 2.5.2005. Die Lohnsätze gelten bis 30.4.2006.
1.5. Das Übernachtungsgeld wird mit Wirkung vom 1.5.2005 um den amtlichen VPI des Jahres 2004, d.h. um 2,1% erhöht und beträgt somit 10,21 Euro.
1.6. Das Taggeld für Lehrlinge gemäß § 9 Abschn. I Z 4 lit c wird auf Euro 1,10 erhöht.

2. Rahmenänderungen
2.1. In § 9 Abschn. I wird nach dem geltenden Text der Z 5 und Z 6 jeweils folgende Ergänzung angefügt:
Für Lehrlinge beträgt das Taggeld in diesem Fall Euro 13,50.
Diese Bestimmung gilt nur für nach dem 1.5.2005 abgeschlossene Lehrverträge.
2.2. In § 9 Abschn. I wird nach Z 5 als neue Z 5a eingefügt:
Das Taggeld in Höhe von Euro 26,40 je Arbeitstag steht auch dann zu, wenn die Arbeit wegen Krankheit oder Schlechtwetter entfallen ist und der Arbeitnehmer in der Nacht nach dem entfallenen Arbeitstag auswärts tatsächlich nächtigt und diese Nächtigung auch nachweist.
2.3. § 6 Abschn. I lit d Z 1 lautet:
1. für Arbeiten in gebrauchten Abortanlagen sowie in verstopften Kanälen oder Kanälen mit direktem Kontakt mit Fäkalien, ferner für das Ausräumen von Latrinen und Jauchengruben 25%
2.4. In § 15 wird als Z 5 angefügt:
5. Der Kündigungsschutz des § 15 Mutterschutzgesetz wird auf die Dauer des bundesgesetzlich geregelten Anspruches auf Kinderbetreuungsgeld erstreckt (idF BGBl I Nr. 103/2001).
3. Zusatz- und Sonderverträge
Die in den Zusatzkollektivverträgen für Bauindustrie und Baugewerbe in Euro ausgedrückten Beträge erhöhen sich um den in Punkt 1.1 genannten Prozentsatz.

4. Sonstiges
4.1. Hinsichtlich der Fahrtkostenvergütungen kommen die Kollektivvertragsparteien überein, dass entweder die Kosten für ein Verkehrsmittel zum billigsten Tarif ersetzt oder pro Straßenkilometer 12 Cent (1/3 des amtlichen Kilometergeldes) gewährt werden. Diese Regelung tritt aber nur dann in Kraft, wenn die Beitragsfreiheit durch die Gebietskrankenkassen bestätigt wird.
4.2. Bezüglich einer allgemeinen Erschwerniszulage für Arbeiten an Straßen mit fließendem Verkehr werden die Sozialpartner gemeinsame Überlegungen anstellen.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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