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Konzept – auf Ziegel gebaut

20.05.2011

Wienerberger will die Marke Massivwerthaus künftig verstärkt österreichweit anbieten. 1.808 Häuser wurden seit 2002 bereits errichtet. Das konstante Wachstum soll mit neuen Partnern weiter ausgebaut werden.

Der heimische Ziegelhersteller Wienerberger zeigt es vor, wie Erfolg selbst bei einer schwächelnden Wirtschaftslage möglich ist. Über die Marke Massivwerthaus wurden seit deren Gründung 2002 bereits 1.808 Ein- und Zweifamilienhäuser errichtet. Und trotz bundesweit sinkender Errichtungszahlen in diesem Segment zeigt die Kurve beim Massivwerthaus konstant aufwärts: Während bei den Wohnungseinheiten insgesamt ein Minus von 3,7 Prozent (nach Baubeginnen, Euroconstruct) zu verbuchen sein wird, erreichten die Ziegelbauten 2010 eine Steigerung von +5,6 Prozent, heuer zeichnet sich mit bisher +34 Prozent sogar ein Rekordjahr ab.

„In den Krisenjahren wurde statt in Wertpapiere viel Kapital in Immobilien gesteckt. Das Billighaus ist zurückgegangen, Hochwertiges wird immer beliebter", erklären sich Wienerbergers Verkaufs- und Marketingchef Gerhard Staudinger und Projektmanager Karl Allmer die bisherige Erfolgsgeschichte. Dahinter steckt freilich viel mehr: Das Konzept Massivwerthaus bietet kurz umschrieben Wertbeständigkeit, gepaart mit Sicherheit für den Häuslbauer. Dafür soll unter anderem eine fachgerechte Bauleistung durch einen Baumeister als Wienerberger-Partner und individuelle Planung, aber insbesondere eine zweifache Qualitätszertifizierung sorgen – alles als All-inclusive-Lösung auf Wunsch schlüsselfertig zu Fixpreis und Fixtermin. Ein Gesamtpaket also, das offensichtlich regen Zuspruch findet. Und das nun flächendeckend in ganz Österreich angeboten werden soll, so der Wienerberger-Plan. Allmer: „Es ist das Pendent zum Fertigteilhaus. Und über die Zertifizierung ist die Qualität gesichert." Vor allem Letzteres kommt beim Kunden an.

 

Vielversprechende Partnerschaft

Aktuell erstreckt sich die Massivwerthauskooperation auf 18 Partner aus dem Bauwesen, nun werden weitere engagierte Mitstreiter gesucht. Die will sich Wienerberger aber gezielt aussuchen. Schließlich gilt es, ein hohes Qualitätsniveau zu halten. Und: Der Baumeister-Partner muss auch generalunternehmer-fähig sein. Zusätzlich werden Kooperationsverträge abgeschlossen, die Kriterien wie Fixpreis, die Verwendung von Ziegeln, die Zertifizierung und mehr enthalten. Dafür wird dem potenziellen Partner ein fertiges Geschäftsfeld geboten. Staudinger: „Wir wollen Baumeister davon überzeugen, dass das ein interessantes Produkt ist und eine ungebrochene Nachfrage besteht."

Neben der Marke, Planungs- wie Kalkulationstools, Schulungen sowie Werbe- und Marketingaktionen liefert der Ziegelhersteller sogar die Kunden: Die melden sich bei einer Hotline von Wienerberger und werden dann zu einem regionalen Partner zwecks Terminvereinbarung und weiteren Betreuung vermittelt.

Zwar kann freilich keine Auftragsgarantie gegeben werden, aber so Staudinger: „Es müsste schon sehr blöd laufen, wenn man nicht schon im ersten Jahr zumindest ein, zwei Häuser bauen kann. Wo das Konzept aktiv gelebt wird, funktioniert es sehr gut." Keinesfalls sei man aber eine Einkaufsgemeinschaft, vielmehr steht das hochwertige Produkt im Vordergrund. „Wir wollen auch kein Wiener Kartell errichten. Ganz im Gegenteil: Wir schreiben sicher nicht vor, wie etwa in Oberöster­reich gebaut werden soll. Da maßen wir uns nichts an. Wir sind eben ein Ziegelhersteller und wollen auch nicht selbst bauen. Unser gemeinsames Ziel ist es, auf die regionalen Bedürfnisse einzugehen. Das gilt auch für die Preisgestaltung", erklärt Staudinger.

 

Ziegel als Produkt absichern

Dass das Konzept Massivwerthaus nicht ohne Vorteil für Wienerberger ist, liegt auf der Hand: Die Ziegeln für die Häuser liefert natürlich der österreichische Hersteller. „Uns geht es natürlich auch um eine Kundenbindung und darum, den Ziegel als Produkt abzusichern. Dafür zu sorgen, dass die Baumeister gut im Geschäft sind, sodass sie für Wienerberger weiterhin langfristige Partner und Kunden sind", macht Staudinger kein Geheimnis aus den Absichten des Konzerns. Schließlich ist es eine Win-win-Situation für alle Beteiligten: Zulieferer, Baumeister und selbstverständlich auch für die Kunden.

 

Qualitätssicherheit für Kunden

Letztere freut das ganz besonders: Die zahlreichen Zugeständnisse dem Kunden gegenüber sorgen für Sicherheit in allen Belangen, wo sonst eher Sorge laut wird. Dabei ist der Fixpreis ein großes Thema. Staudinger: „Die Frage, die sich der Kunde stellt, ist: Was bekomme ich für welches Geld? Es sind nicht nur zwei Buchstaben, die den Unterschied von mal- oder malerfertig ausmachen." Beim Massivwerthaus läuft es auf Transparenz hinaus: Der Kunde weiß, was er bekommt, wann er es bekommt und wie viel es ihn kostet – bei ebenfalls gesicherter Qualität, die durch die Zertifizierung garantiert wird. Dafür sorgt das weltweit agierende, unabhängige Unternehmen „Bureau Veritas". Je nach Ausbaustufe wird bis zu zweimal überprüft, ob das Haus den neuesten technischen Standards entspricht.

 

Individualität

Seit Jahren ist der burgenländische Baumeisterbetrieb Schöll-Bau Partner der Wienerberg-Massivwerthaus-Gruppe. Hauptsächlich baut Johann Schöll zwar für Genossenschaften, hat mit der Partnerschaft aber ein zusätzliches Geschäftsfeld für sich erschlossen. Immerhin 17 Massivwerthäuser hat er so „nebenbei" errichtet. „Das Konzept Massivwerthaus funktioniert sehr gut. Einige Baumeister errichten 30 Häuser pro Jahr. Das liegt besonders an der Marke und dem Namen dahinter. Jeder kennt Wienerberger, schätzt das Unternehmen und seine Produkte", erklärt Schöll. Und was begeistert die Kunden am Massivwerthaus besonders? Schöll: „Im Gegensatz zum Fertigteilhaus punkten wir mit Individualität. Das Massivwerthaus ist kein Produkt von der Stange." Aber natürlich sind auch Fixpreis und Fixtermin ganz wesentliche Aspekte. Der Baumeister weiter: „Und die Garantie, die über die Zertifizierung gegeben wird. Dazu kommt noch, dass das Massivwerthaus auch preislich jederzeit mit einem Fertigteilhaus mithalten kann."

Helmut Melzer

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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