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Konzepte mit Weitblick

03.06.2011

Die Real Vienna versucht sich als der Immobilien- und Projektentwicklertreffpunkt Wiens zu etablieren. Die Leistungsschau der Anbieter ist beeindruckend – von Gewerbe- bis Wohnprojekten reicht die Auswahl.

Allen Unkenrufen zum Trotz fand die Real Vienna 2011 statt – namhafte Aussteller nützten die zwei Tage für Businesskontakte und Gespräche mit potenziellen Investoren und Nutzern. Der Messeschwerpunkt sind Gewerbe- und Industrieimmobilien mit Fokus auf die Länder in den CEE/SEE-Regionen (Zentral-, Südost- und Osteuropa). Das Rahmenprogramm konzentrierte sich in den hochkarätig besetzten Diskussionsrunden auf das Thema Infrastrukturentwicklungen im Donauraum. Im Eröffnungsgespräch stellten sich Rudolf Schicker, Stadt Wien, Herbert Stepic, Raiffeisen International, Renate Brauner, Vizebürgermeisterin Wien, Philipp Kaufmann, ÖGNI, Georg Muzicant, Colliers International, Gábor Bagdy, Vizebürgermeister Budapest, und Matthias Limbeck der Frage, welche Trends, Perspektiven und Prognosen für Zentral- und Osteuropa gesehen werden.

Eines der herausragenden Projekte – neben Großprojekten wie dem Hauptbahnhof Wien – ist zurzeit das Stadtentwicklungsgebiet „Neu Marx". Auf dem 37 Hektar großen Areal errichtet die Wirtschafts­agentur einen Standort für Forschung, Medien, Technologie und die Kreativbranche. Neben dem Campus Vienna Biocenter ist zurzeit das größte Medienzentrum der Stadt in der Fertigstellung: das Media Quarter Marx (MQM). Bis Jahresende entstehen in der mittlerweile dritten Ausbaustufe (MQM 3) zusätzlich rund 35.000 Quadratmeter Büroflächen.

 

15.000 Arbeitsplätze

Die Bau- und Immobilienwirtschaft erweist sich als wesentliche Stütze der Konjunktur. „55 Unternehmen und Institutionen sind derzeit bereits in Neu Marx angesiedelt. Mit dem neuerlichen Ausbau des Media Quarter Marx werden die Synergieeffekte für diese Branche weiter wachsen. Bis 2015 sollen rund 15.000 neue Arbeitsplätze in Neu Marx entstehen", erklärt Gerhard Hirczi, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Wien.

 

Starthilfe für Gründer

Die 2007 von der Wirtschaftsagentur ins Leben gerufene Start-up-Initiative Mingo ist mittlerweile eine Erfolgsgeschichte. An sieben Standorten werden Jungunternehmer und Gründer aller Branchen umfassend betreut und beraten. Jüngstes Mitglied der Mingo-Familie ist ein 1.000 Quadratmeter großes Loft im der Zinckgasse im 15. Bezirk.

Mit dem Technologiezentrum „aspern IQ" entsteht ab Mai 2011 Österreichs erste Plusenergiegewerbeimmobilie. Auf rund 7.000 Quadratmeter errichtet die Wirtschaftsagentur Wien flexible Büro- und Gewerbeflächen und moderne Infrastruktur für junge Unternehmen sowie forschungs- und entwicklungsorientierte Einrichtungen aus dem Bereich der nachhaltigen Technologieentwicklung. Die Wien Holding arbeitet zurzeit an 15 großen Immobilienprojekten, mit einer Investitionssumme für 2011 von über 100 Millionen Euro. Aktuell entstehen zum Beispiel der Wirtschaftspark Breitensee im 14. Bezirk und Star 22 auf den ehemaligen Waagner-Biro-Gründen im 22. Bezirk, ein neues Stadtteilzentrum mit Wohnungen, Büros, Gewerbeflächen samt notwendiger Infrastruktur.

Gisela Gary

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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