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Der Schweizer Baukonzern Implenia will sich in den nächsten Jahren neu aufstellen. 750 Angestellte werden abgebaut.

Konzernumbau: Implenia entlässt 750 Angestellte

27.10.2020

Der internationale Baukonzern will sich künftig auf die Kerngeschäfte Deutschland und die Schweiz konzentrieren. 

Der Schweizer Baukonzern Implenia muss eine hohe Abschreibung vornehmen und wird im Gesamtjahr einen Verlust einfahren. Der Baukonzern will sich nun neu aufstellen und baut Stellen ab. "Die Schritte, die wir nun beschlossen haben, sind unvermeidlich und schmerzhaft", sagte Konzernchef Andre Wyss. Von der Restrukturierung sind von den derzeit rund 9.700 Beschäftigten bis 2023 bis zu 2.000 Vollzeitstellen betroffen.

Diese einschneidenden Massnahmen sind das Resultat einer umfassenden Strategieüberprüfung. Dabei hat sich offenbar herausgestellt, dass sich nicht nur einige Leichen, d. h. unrentable Projekte und ausweglose Gerichtsverfahren, im Keller befanden, sondern auch die auf vier Beinen stehende Struktur der Gruppe nicht optimal gewesen ist. Aus diesem Grund wird sich Implenia von allen nicht mehr dem Kerngeschäft zugerechneten Bereichen und unrentablen Geschäften trennen. Wo keine neuen Eigentümer gefunden werden, sollen sie eingestellt werden. 

Im Gesamtjahr 2020 rechnet der Konzern nun mit einem Betriebsverlust (EBITDA) von 70 Mio. Franken. 2021 soll dieses Ergebnis mit mehr als 200 Millionen wieder positiv werden. In der neuen Performance-Kenngröße EBIT gerechnet sei das ein Wert von über 100 Millionen, wie es weiter heißt. Bei den Investoren kommen diese Nachrichten allerdings nicht gut an: Die Aktien von Implenia verlieren aktuell deutliche 22 Prozent auf 20,20 Franken.

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