Direkt zum Inhalt
Die strahlenden Preisträgerinnen und Preisträger der ACR-Preise 2018.

Kooperation in der Forschung

02.10.2018

Egal ob die Lösung gegen Schimmel oder polymerbasierte Zementstabilisierung, die ACR-Kooperationspreise zeigen praktische Forschung auf höchstem Niveau.

Rund 250 Personen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung und Politik folgten der Einladung zur 17. ACR-Enquete in die Industriellenvereinigung, um die gemeinsame Forschungsleistung von KMU und den anwendungsorientierten Forschungsinstituten der ACR, der Austrian Cooperative Research, zu würdigen. Dabei wurde bereits zum 13. Mal die ACR Kooperationspreise im feierlichen Rahmen verliehen.

„Die ACR-Institute sind Brückenbauer zwischen Wissenschaft, Industrie, der internationalen Forschungslandschaft und den KMU“, beschreibt ACR-Präsident Martin Leitl die Rolle der Forschungsinstitute. „Sie unterstützen die Unternehmen Innovationen in marktfähige Produkte und Dienstleistungen zu übersetzen.“ Davon zeugen auch die heurigen Projekte der Preisträger, wovon zwei aus der Baubranche kommen.

Dauerhafte Schimmelentfernung

Die BMB Gebäudehygiene GmbH entwickelte ein Verfahren zur Extraktion von Stoffen aus porösen Materialien. Ein Mikroextraktionsverfahren, mit dem alle möglichen chemischen Verbindungen, darunter auch organisches Material wie Algen und Schimmel aus saugenden Materialien wie etwa Mauerwerk und Verputzen extrahiert werden können. „Wir können mit unserer Methode eigentlich alles extrahieren; wir wussten daher anfangs nicht einmal, welcher Markt für unser Verfahren der richtige ist“, erinnert sich Gerhard Brandner, der Geschäftsführer. Die Kooperation mit dem Wiener OFI war entscheidend für das revolutionäre Produkt: So gelang BMB der Nachweis, dass die Innovation tatsächlich funktioniert und sich zur restlosen Beseitigung von Schimmel eignet.

Polymerbasierte Zementstabilisierung

Schnellere Bauzeit, niedrigere Kosten und weniger Belastung für die Umwelt: Die neu gegründete Adinotec GmbH hat eine innovative Frostsicherung für Straßen entwickelt. Wo im Straßenbau üblicherweise eine Tragschicht zum Beispiel aus Schotter eingesetzt wird, setzt die Innovation von Adinotec auf ein Polymer: Perenium. Dieser Zusatzstoff stabilisiert in Kombination mit Zement die Tragschichten und schützt sie vor Frostschäden. Adinotec bietet Perenium heute in trockener und flüssiger Form an. Leicht war der Weg dahin nicht: „Es war viel Überzeugungsarbeit“, sagt der Geschäftsführer der Adinotec, Michael Salzmann. „Das geht nur mit einem in der Branche absolut anerkannten Forschungspartner.“ Zur Marktreife und zur CE-Kennzeichnung gebracht wurde Perenium gemeinsam mit dem Forschungspartner Smart Minerals GmbH – innerhalb von nur sechs Monaten.

Lösungen und Verdienste

Den dritten Kooperationspreis erhielt die SCM Produktions- und Vertriebs GmbH, der in Kooperation mit der Holzforschung Austria das Kunststück gelungen, alle Prozessschritte des Pelletierens in einer mobilen Maschine zu vereinen.

Der ACR Woman Award ging heuer an die Wirtschaftsingenieurin Rebekka Köll von AEE – Institut für Nachhaltige Technologien (AEE Intec). Die 27jährige Forscherin ist seit 2014 bei dem Forschungsinstitut tätig und hat sich auf innovative Energiespeichermethoden spezialisiert. Köll erhält den Award für ihre Leistungen im internationalen Projekt „Comets“ und die institutsinterne Projektleitung des EU-Projekts „Scores“.

Der E-Scooter von Saem ist so leicht und flexibel, dass man ihn überall hin mitnehmen kann und durfte sich über den diesjährigen Start-Up Preis freuen. Die Beweglichkeit und Kompaktheit stammen von einem innovativen Gleitlagerkonzept. V-Research stand dabei den beiden Entwicklern und Gründern Markus Hager und Christian Krüse für die Optimierung zur Seite.

 

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
Werbung

Weiterführende Themen

Alkali-Kieselsäure-Reaktionen sind Schädigungsmechanismen in Beton. Unter dem UV-Licht werden sie sichtbar.
Aktuelles
19.06.2018

Trondheim gehört zu den bedeutendsten Forschungs- und Studienorten Skandinaviens. Ein Austauschprogramm der ACR hat dort den Wissenstransfer zu Schädigungsmechanismen in Beton forciert.

v.l. Manfred Matzinger-Leopold (Münze Österreich), Gerald Goger (TU Wien), UWKÖ-Vizepräsidentin Ulrike Rabmer-Koller, Meliha Honic, Patrick Jaritz, Benjamin Kromoser, TUW-Rektorin Sabine Seidler, Wilhelm Reismann (Plattform 4.0).
Aktuelles
22.05.2018

Der Alumni Club der TU Wien hat gemeinsam mit der Plattform 4.0 und der WKÖ erstmals den PINT vergeben. Lesen Sie hier, wer gewonnen hat.  

Aktuelles
22.05.2018

Der Alumni Club der TU Wien hat gemeinsam mit der Plattform 4.0 und der WKÖ erstmals den PINT vergeben. Lesen Sie hier, wer gewonnen hat.  

V.l.: Wolfgang Poppe, OFI-Vizepräsident, Martin Leitl, ACR-Präsident, Ulrike Rabmer-Koller, WKO-Vizepräsidentin, Moderatorin Nadja Mader, Walter Ruck, WK Wien - Präsident und Hubert Culik, OFI-Präsident diskutierten die Vorteile gelebter Interdisziplinarität.
Aus der Branche
23.04.2018

Im Sinne der vollen Ausschöpfung seiner Interdisziplinarität hat der Prüf- und Forschungsexperte OFI sein Technikum im Wiener Arsenal ausgebaut.

Volles Haus, spannende Vorträge und angeregte Diskussionen bei den Sanierungstagen des OFI.
Aktuelles
28.03.2018

Das OFI lädt zum 26. Mal zu den Sanierungstage und damit zum Austausch über aktuelle Herausforderungen, moderne Technologien und innovative Verfahren.

Werbung