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Kräfte bündeln durch Ausbau der Beteiligung

01.02.2011

Die Wienerberger AG gab die Übernahme von weiteren 25 Prozent der Anteile an Tondach Gleinstätten im Rahmen eines Anteilstausches mit dem Joint Venture Partner Monier bekannt.

 Wienerberger und Monier hielten bisher über zwei Joint Ventures gemeinsame Beteiligungen im Dachbereich mit Schwerpunkt in Osteuropa. Jedes der beiden Unternehmen hielt zuletzt jeweils 50 Prozent der Anteile an Bramac (Betondachsteine) und jeweils 25 Prozent der Anteile an der Tondach Gleinstätten AG (Tondachziegel).

Vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden wurde folgende Einigung erzielt: Monier übernimmt von Wienerberger die Anteile am Betondachsteingeschäft, während Wienerberger die Tondachziegelaktivitäten sowie eine Ausgleichszahlung von 40 Millionen Euro erhält. Nach Freigabe durch die Kartellbehörden wird Wienerberger über 50 Prozent der Anteile an der Tondach Gleinstätten AG (die restlichen 50 Prozent befinden sich in Familienbesitz) und Monier über 100 Prozent an Bramac verfügen. Demnach wird Wienerberger Bramac dekonsolidieren und Tondach Gleinstätten, welche bisher at-equity berücksichtigt war, quotal (zu 50 Prozent) in die Ergebnisse einbeziehen. Aus dieser Transaktion rechnet Wienerberger für das Jahr 2011 mit einer um 40 Millionen Euro höheren Nettoverschuldung sowie ergebniswirksamen, positiven Einmalerlösen von 30 Millionen Euro. Mittelfristig erwartet Wienerberger folgende Nettoeffekte: Eine Erhöhung des Gruppenumsatzes um rund 40 Millionen Euro und des operativen EBITDA um rund zehn Millionen Euro.

Tondach Gleinstätten expandiert bereits seit 1992 Richtung Osteuropa und ist heute mit 20 Werken in elf Ländern auf dem Markt für Dachziegel in Mittel- und Osteuropa hervorragend aufgestellt. Im Jahr 2009 erwirtschaftete das Unternehmen mit 2.666 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 200 Millionen Euro. Tondach steht in ihren Märkten für qualitativ hochwertige und innovative Produkte. Das Unternehmen hat in den letzten Jahren stark in die Erneuerung und den Ausbau von Standorten investiert und verfügt daher heute über ein hochmodernes und effizientes Werksnetz.

Tondachziegel kommen in Osteuropa sowohl im Wohnungsneubau als auch immer stärker bei der Renovierung von Häusern zum Einsatz. Heimo Scheuch, Vorstandsvorsitzenden der Wienerberger AG erläutert dazu: „Wie angekündigt wollen wir uns im Renovierungsmarkt verstärken, und diese Transaktion stellt einen wichtigen strategischen Schritt in diese Richtung dar. Durch den Ausbau unserer Anteile bei Tondach haben wir unsere Kräfte in dem Bereich gebündelt und können nun mit den beiden Familien, die die restlichen 50 Prozent der Anteile halten, intensiver an einer gemeinsamen Strategie arbeiten. Tondach verfügt mit innovativen und qualitativ hochwertigen Produkten, einer modernen industriellen Basis und einem starken lokalen Management über ähnliche Strukturen wie Wienerberger.

Mein Ziel ist eine stärkere Zusammenarbeit in zentralen operativen Bereichen, um gemeinsam vom Wachstum in Osteuropa zu profitieren.“ Nach den Chancen in dieser Region gefragt, zeigt sich Scheuch optimistisch: „Ich sehe in diesen Ländern, insbesondere aufgrund des vorhandenen Nachholbedarfs sowohl beim Neubau als auch in der Renovierung mittelfristig noch großes Wachstumspotenzial, welches wir gemeinsam nutzen wollen. Da gerade in osteuropäischen Ländern sehr großes Qualitätsbewusstsein herrscht, sehe ich Tondach mit dem hohen Qualitätsanspruch, den innovativen Produkten und modernster Produktionstechnologie als idealen Partner für unsere Osteuropastrategie. Dank der hervorragenden Arbeit des geschäftsführenden Gesellschafters Franz Olbrich ist Tondach ausgezeichnet aufgestellt, und ich freue mich schon sehr auf eine intensivere Zusammenarbeit mit ihm."

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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Durch das Joint-Venture sollen beide Firmen profitieren.
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