Direkt zum Inhalt
Den Schalungshersteller Doka trifft die Coronakrise härter als erwartet. Am Standort Amstetten sollen rund 300 Mitarbeiter abgebaut werden.

Kurzarbeitsende und Personalabbau

17.09.2020

Bei Doka beendete man mit Ende September die Kurzarbeit und baut auf Grund der Wirtschaftslage massiv Stellen ab.

„Wir wissen mittlerweile, dass wir das Umsatzniveau 2019 über einen längeren Zeitraum nicht mehr erreichen werden“, beschreibt Harald Ziebula, Doka-CEO, die aktuelle Situation im Unternehmen. „Die Kurzarbeit ist ein Überbrückungsinstrument. Um sie weiter fortzusetzen ist der Horizont, den wir sehen, zu weit weg. Es erscheint uns sowohl den Mitarbeiter*innen als auch der öffentlichen Hand gegenüber nicht aufrichtig, dieses Instrument weiterhin in Anspruch zu nehmen. Für viele unserer Mitarbeiter ist auch der Einkommensverlust nicht über einen längeren Zeitraum zumutbar.“ 

Doka baut 300 Mitarbeiter ab

Daher wird die Kurzarbeit am Standort mit Ende September beendet. Gleichzeitig werden im Laufe des Herbstes in vielen Teilbereichen des Unternehmens Restrukturierungsmaßnahmen unter anderem auch durch Personalreduktion vorgenommen. Laut mittlerweile bestätigten Medienberichten geht es um den Abbau von 300 Stellen. Dieser sollen teils durch nicht nachbesetzte natürliche Abgänge, vorzeitige Ruhestände, freiwillige Austritte, aber auch Freisetzungen in den nächsten Monaten erfolgen. Neben den Standortmaßnahmen in Amstetten finden auch in betroffenen Regionen und Länder entsprechende Restrukturierungen statt.

Internationaler Rückgang im Schalungsgeschäft

Aus einem intensiven Evaluierungsprozess über alle Doka-Landesgesellschaften hinweg zeichnet sich laut Angaben des Unternehmens ein deutlich reduzierter Schalungsbedarf für das laufende, aber auch das nächste Jahr 2021 ab. Das bedingt ein Kostensenkungsprogramm, das unter anderem auch mit einer Personalreduktion einhergeht. Speziell die Märkte des Mittleren Ostens, Asiens und Lateinamerikas sind stärker und vor allem nachhaltiger von der Corona-Krise betroffen, als bisher angenommen.

„Wir arbeiten intensiv daran, die Doka nach den schwierigen Monaten, die hinter uns liegen und denen, die wir noch vor uns haben, bald wieder auf die Vor-Corona-Erfolgsspur zu bringen“, so Ziebula.

Autor/in:
Christoph Hauzenberger
Werbung

Weiterführende Themen

Normen
04.08.2020

Die ÖNorm EN 13670 „Ausführung von Tragwerken aus Beton“ bleibt weiterhin aktuell und wird durch die Nationalen Festlegungen in der ÖNorm B 4704 ergänzt.

Christian Sorko verantwortet seit Juli als Global Head of Segment Building weltweit den Bereich Hochbau bei Peri.
Aktuelles
04.08.2020

Kundennähe schreiben sich viele Firmen auf die Fahnen. Warum es beim Schalungs- und Gerüsthersteller Peri nicht nur leere Worte sind und welche Rolle er künftig weltweit dabei spielt, erzählt ...

Recht
29.04.2020

Der Sicherheitsabstand von einem Meter ist auf der Baustelle häufig nicht realisierbar. Wird Schutzausrüstung getragen, darf gebaut werden. Doch wer trägt die Kosten für die Ausrüstung?

"Der Druck in der Bauwirtschaft im Allgemeinen und bei unseren Kunden ist natürlich hoch. Deshalb sehen wir die neuen Sonderregelungen für Baustellen sehr positiv", sagt Samuel Plüss,Geschäftsführer Sika Österreich.
Aktuelles
09.04.2020

Bei Sika produziert man an den Standorten Bludenz und Innsbruck derzeit fast auf Normalniveau. Warum man trotzdem Mitarbeiter in die Kurzarbeit schicken musste und wie man derzeitige Probleme bei ...

Wolfgang Höfle, Sozialversicherungsexperte und Partner bei TPA hat die wichtigsten Änderungen rund um Pendlerpauschale, Zulagen, Home Office etc. zusammengefasst.
Aktuelles
08.04.2020

Das am 4.4.2020 veröffentlichte 3. COVID-19-Gesetz beinhaltet wichtige Antworten auf aktuelle Fragen der Personalverrechnung. Wolfgang Höfle, Sozialversicherungsexperte und Partner der ...

Werbung