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Kurzer Aufschub beim Streit um Linzer Schotterwerk

06.07.2011

Sieben Jahre bereits streiten die Stadt Linz, das Bundesland Oberösterreich, Anrainer und ein Unternehmer um die Errichtung einer Schottergrube. Das Problem: Diese soll nur 180 Meter neben einem beliebten Badesee liegen. Nun erreichte Linz einen kurzen Aufschub - ein Gutachter soll das Projekt prüfen.

In der Verhandlung um ein umstrittenes geplantes Schotterwerk in Linz hat die Stadt einen dreiwöchigen Aufschub erreicht. Das teilt Umweltstadträtin Eva Schobesberger, Grüne, mit. Das Projekt könne nun noch von einem von der Stadt beauftragten Gutachter geprüft werden.

 

Es ist seit sieben Jahren Streitthema zwischen Stadt, Land, Anrainern und dem Perger Unternehmer Harald Glisic, der die Schottergrube 180 Meter von dem beliebten Pichlinger Badesee entfernt errichten will.

 

In dem Werk sollen den Plänen nach jährlich 120.000 Tonnen Schotter abgebaut werden. Dagegen regen sich Proteste.

 

Die Frage der "Immissionsneutralität"

 

Nun muss die Frage der sogenannten Immissionsneutralität geklärt werden. Das bedeutet, dass trotz der Verkürzung des im Mineralrohstoffgesetz genannten Schutzabstandes von 300 Metern keine höheren Immissionen auftreten dürfen als bei Einhaltung der Distanz.

 

Das Portal nachrichten.at zitiert zusätzlich den Linzer Stadtrat Luger mit den Worten, das Schotterwerk dürfe „nach dem Mineralrohstoffgesetz nur dann genehmigt werden, wenn es der Allgemeinheit und nicht Einzelinteressen dient“, erklärt er. Da es aber im Zentralraum genügend Schotterwerke gebe, gehe es hier nicht um das allgemeine Wohl. (pm, apa)

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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