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Lärmschutzwand Theodor-Körner-Hof, Wien

14.03.2007

Der Gürtel zählt zu den am stärksten befahrenen Straßen in Wien. Für die Anrainer bedeutet das extreme Verkehrsaufkommen eine massive Einschränkung der Wohn- und Lebensqualität. Im Rahmen eines Pilotprojekts zur Minderung der Lärmbelästigung hat die Stadt Wien die Errichtung einer Lärmschutzwand entlang des Margaretengürtels im Bereich der Wohnhausanlage Theodor- Körner-Hof in Auftrag gegeben.

Für die Planung zeichnet das Wiener Architekturbüro Treusch architecture verantwortlich. Auf der dem Gürtel zugewandten Seite ist der Theodor- Körner-Hof als zur Fahrbahn hin geöffnete Zeilenbebauung angelegt. Die Freiräume werden mit einer in fünf Segmente unterteilten Lärmschutzwand geschlossen. Dadurch wird nicht nur die Lärmbelastung massiv reduziert, sondern auch die Grünflächen aufgewertet. Die Lärmschutzwand hat eine Gesamtlänge von 150 Meter und eine Höhe von bis zu 20 Meter. Um eine natürliche Belichtung der hinter der Lärmschutzwand befindlichen Freiräume sicherzustellen, sind dem als Dreiecksrahmen ausgebildeten Tragwerk siebbedruckte Glaselemente vorgesetzt. Das Tragwerk besteht aus einer Stahlkonstruktion in Pfosten-Riegel-Bauweise und ist an den Wohnhäusern verankert. Die Lastabtragung erfolgt über Streifenfundamente, die auf Bohrpfählen gründen. Auf Niveau des ersten Obergeschoßes kragt die Lärmschutzwand über den Gehsteig aus und dient als Witterungsschutz für Passanten. Zur Reinigung der Glaselemente sind an der Rückseite der Lärmschutzwand Wartungsstege geschoßweise angeordnet. Im oberen Bereich der Lärmschutzwände wird anstelle der Verglasung eine Fotovoltaikanlage mit einer Kollektorfläche von 190 Quadratmeter montiert. Die dadurch gewonnene Jahresstrommenge entspricht dem Energiebedarf von acht Haushalten und wird in das Stromnetz eingespeist. Die Gesamtfertigstellung ist mit April 2007 geplant.

Artikel aus: bau.zeitung 10/07, S. 6f

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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