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Leitthemen auf der BAU 2009

02.09.2008

Es gibt Themen, die prägend sind für die Zukunft des Bauens. Kein Investor, kein Planer, auch kein Handwerker kommt daran vorbei. Energieeffizient, barrierefrei und/oder im Bestand zu bauen – so lauten fast immer die Vorgaben für Planer und ausführendes Gewerbe. Auf der BAU 2009 ziehen sich diese Themen durch praktisch alle Ausstellungsbereiche. Die ausstellenden Unternehmen bieten spezifische Lösungen an, zusätzlich informiert die BAU umfassend in Foren, Sonderschauen und Kongressen.

Energieeffizientes Bauen

„Klimakatastrophe“ – das Wort des Jahres 2007 umschreibt die weltweite Diskussion rund um die Themen Energieeinsparung, Energiegewinnung und CO2-Ausstoß. Natürlich bleibt auch die Bauwirtschaft davon nicht unberührt. Allein 40 Prozent der Endenergie in Deutschland werden für Heizen und Warmwasser in Gebäuden verbraucht. Und in den anderen Ländern der EU sieht es nicht anders aus.

Weiter steigende Energiepreise, abnehmende Rohstoffressourcen und ein weltweit steigender Bedarf erhöhen den Druck auf die Bauwirtschaft, nach Energie sparenden Lösungen und Konzepten zu suchen. Energieeffizientes Bauen und die energetische Sanierung des Gebäudebestandes sind deshalb auch auf der BAU 2009 Top-Themen. Nicht nur auf der Ausstellerseite, auch in zahlreichen Veranstaltungen des Rahmenprogramms wird das Thema groß geschrieben:

• Im neuen Forum „Zukunft des Bauens“ in Halle C2 werden bekannte Planer und Architekten aus aller Welt aktuelle Projekte rund um die Themen Energie und Architektur sowie solares Bauen vorstellen. Die BAU präsentiert dieses Forum in Zusammenarbeit mit der Bundesarchitektenkammer und dem Bauverlag. Unterstützt wird das Forum vom Informationszentrum Beton, Saint-Gobain Isover und der Deutschen Steinzeug Agrob-Buchtal.
• Zum Auftakt der BAU am 12. Januar 2009 veranstaltet das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) im Internationalen Congress Center München (ICM) einen Kongress zum Thema „Nachhaltiges energieeffizientes Bauen und Modernisieren“. Den Eröffnungsvortrag wird Wolfgang Tiefensee halten, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.
• Die Architekturfachzeitschrift DETAIL geht mit dem Symposium Energie und Nachhaltigkeit, das am 14. Januar 2009 im Rahmen der BAU stattfindet, aktuellen Fragestellungen zu Energieeffizienz in der Architektur nach und schafft eine Plattform für Information und Erfahrungsaustausch. Ziel ist es, mit Fachbeiträgen von Architekten, Ingenieuren, Energieexperten und Vertretern aus der Industrie eine ganzheitliche Betrachtung des Bauens zu leisten und Perspektiven für nachhaltiges Bauen aufzuzeigen.
• Natürlich ist die energetische Sanierung des Gebäudebestandes auch ein Schwerpunktthema im Forum Praxis Altbau in Halle B0. Über 50 Vorträge stehen auf dem Programm.

Barrierefreies Bauen

Bis zum Jahr 2050 soll sich, bedingt durch die demographische Entwicklung, die Zahl der über 80jährigen nahezu verdreifachen. Der Begriff „barrierefrei“, der häufig im Zusammenhang mit älteren Menschen oder Menschen mit Handicap verwendet wird, ist jedoch weiter gefasst. Er meint die Gleichstellung aller Menschen, unabhängig von Alter, körperlicher Befindlichkeit oder besonderen Fähigkeiten.

Bezogen auf die Architektur und Planung geht es darum, die Wohnung und das Wohnumfeld so zu gestalten, dass Menschen mit und ohne einem Handicap, große und kleine, junge und alte Menschen möglichst selbständig und komfortabel darin leben können und sich in ihrer häuslichen Umgebung wohl fühlen. Auch auf der BAU findet das Thema zunehmend Beachtung. Immer mehr Hersteller achten bei Produkten und Systemlösungen darauf, dass sie Generationen übergreifend und altersunabhängig für jedermann nutzbar sind.

Gemeinsam mit der Initiative „Leben ohne Barrieren“ (LOB) veranstaltet die BAU in Halle A4 eine Sonderschau zu diesem Thema. Die Sonderschau ist als Gemeinschaftsausstellung konzipiert und wird von Unternehmen bzw. Firmenpräsentationen getragen. LOB übernimmt die Gesamtsteuerung und gewährleistet eine neutrale Beratung gegenüber dem interessierten Fachpublikum.

In der Sonderschau, die auf 350 m² Fläche als Parklandschaft gestaltet ist, geht es um die Gestaltung verschiedener Wohnräume, aber auch um neue Wohnformen wie z.B. das Generationen übergreifende Wohnen. Weitere Themen sind „Steuerung & Automation“, „Sicherheit & Innovation“, „Bad & Wellness“ sowie „Außenraumgestaltung“. Darüber hinaus werden im Rahmen der Gemeinschaftsausstellung Produkte präsentiert, die speziell auf ältere Menschen oder Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen zugeschnitten sind.

Bauen im Bestand

Angesichts stagnierender Bevölkerungszahlen, hinreichender Wohnungsversorgung und einer in vielen Ländern verhaltenen Entwicklung im Wohnungsneubau gewinnt das Thema Bauen im Bestand in ganz Europa immer mehr an Bedeutung.

Für die Bauwirtschaft spielt die Modernisierung und Instandsetzung des Gebäudebestandes eine immer größere Rolle. Rund 60 Prozent der gesamten Wohnungsbauinvestitionen werden hierzulande bereits im Bestand erbracht. Ganze Branchen, vom Großkonzern bis zum kleinen Handwerksbetrieb, machen mit Bestandsmaßnahmen mittlerweile den Großteil ihres Umsatzes.

In Deutschland bietet sich hier ein weites Betätigungsfeld, denn: etwa zwei Drittel der Wohnungen sind älter als 25 Jahre. In Europa liegt der Anteil der Bauleistungen im und am Bestand bei rund 50 Prozent. Insbesondere für mittlere und kleinere Unternehmen und Handwerksbetriebe tut sich damit ein attraktives und zukunftsträchtiges Geschäfts- und Arbeitsfeld auf.

Die BAU widmet dem Thema Bauen im Bestand einen speziellen Ausstellungsbereich in Halle B0. Hier sind alle Initiativen und Aktivitäten auf nationaler wie auf europäischer Ebene zusammengefasst.

Themen sind beispielsweise: Gebäudediagnose; Barrierefreies Bauen; Schäden erkennen, Mängel beseitigen; Energiesparendes Bauen; Vorschriften und Gesetze der Gebäudemodernisierung; Finanzierung und Förderung.

Unter dem Motto „Marktplatz Bauen im Bestand“ finden täglich Vorträge, Seminare und Workshops statt. Insgesamt stehen – kostenlos und für jeden zugänglich - mehr als 50 Vorträge auf dem Programm. Sämtliche Vorträge werden simultan deutsch/englisch übersetzt.

Anlässlich der BAU 2009 wird wieder ein Preis für Produktinnovationen verliehen, die in besonderer Weise den Anforderungen des Bauens im Bestand gerecht werden.

Partner der BAU bei diesem Projekt sind das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie der Bundesarbeitskreis Altbauerneuerung (BAKA).

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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