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Lernatmosphäre mit Weitblick – die neuen Werkstätten der HTBLA Hallstatt.

Lernen mit Seeblick

10.05.2016

Die Sanierung und Erweiterung der HTBLA Hallstatt ist abgeschlossen - nun wurde sie feierlich eröffnet.

Auch die Bauten für den theoretischen Unterricht wurden rundum erneuert.

Nach getaner Arbeit darf gefeiert werden – nach rund drei Jahren Bauzeit ist die Sanierung der  HTBLA Hallstatt abgeschlossen und der Vertreter des Bildungsministeriums Helmut Moser, Landtagsabgeordnete Martina Pühringer, Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer, Bürgermeister Alexander Scheutz, Direktor Jörg Zimmermann sowie die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) übergaben diese feierlich ihrer Bestimmung.

Große Investition

"Wir haben rund 12,2 Millionen Euro in das Projekt investiert", sagt BIG Geschäftsführer Wolfgang Gleissner. Rund drei Jahre sanierte und erweiterte die BIG die Schule am Hallstätter See. Zu Baubeginn stand das Werkstättenareal im Fokus. Neue Fassaden, Fenster und Dächer senken den Energieverbrauch der bestehenden Werkstätten für Bildhauer und Tischler. Eine neue Lüftungsanlage inklusive Wärmerückgewinnung sorgt für eine bessere Absaugung von Holzstaub und –spänen. Ein Flugdach verbindet die beiden Gebäude und bietet Schutz vor der Witterung. Die Bildhauer-Werkstatt wurde um ein Holzlager erweitert. Die Tischlerei „wuchs“ um einen dreigeschoßigen Zubau mit Klassenzimmern und Räumen für den Instrumentenbau. Er ist nah am Wasser gebaut und bietet Seeblick.

Kunstpark

Auf dem Werkstättengelände wurde zudem ein eingeschoßiger Neubau errichtet. Hier befinden sich ein Aufenthaltsraum mit Buffet und Garderoben sowie weitere Werkstätten und Lehrerzimmer. Eine Veranda lädt dazu ein die Pausen an der frischen Luft zu verbringen. Von dort aus haben die Schüler und Lehrer den vorgelagerten Park samt BIG ART Kunst & Bau Projekt in Sicht. Der international renommierte Künstler Roman Signer errichtete hier ein Wasserbecken aus Beton, in dem ein Autoreifen montiert ist. Er setzt knapp auf der Wasseroberfläche auf und wird mittels Elektromotor bewegt.

Theoretische Bauten

Staubig statt nass ging es beim Abbruch des früheren Wohngebäudes mit der Schulwartwohnung zu. Als Ersatz wurde das ehemalige Gebäude der Instrumentenwerkstatt zum Wohngebäude umgebaut. Ein paar hundert Meter weiter Richtung Ortszentrum steht das Theoriegebäude der HTBLA. Das denkmalgeschützte Bestandsgebäude wurde teilweise saniert und um einen rund 600 Quadratmeter großen Zubau erweitert. Im Erdgeschoß befindet sich die Bibliothek. Vier zusätzliche Stammklassen gibt es im Obergeschoß. Statt mit Öl wird das Haus jetzt mit Pellets geheizt.

Herausforderung Lage

Aufgrund der geografischen Lage barg die Sanierung und Erweiterung der Schule einige Herausforderungen. So mussten Riccione Architekten in ihre Planungen neben den Vorgaben der UNESCO-Weltkulturerbe-Kommission und des Bundesdenkmalamtes auch die Auflagen der Wildbach- und Lawinenverbauung sowie des Naturschutzes aufgrund des nahen Seeufers einbeziehen. Selbst wenn der Wasserpegel des Sees steigt, sind alle Gebäude im Trockenen. Sie befinden sich über der Marke für 100-jähriges Hochwasser. Zudem ist die Schule geologisch betrachtet auf Sand gebaut. Daher mussten über 200 Pfähle bis zu 40 Meter in den Boden getrieben werden, um entsprechend tragfähigen Untergrund für die Neubauten zu haben. Teil des Bauvorhabens war auch die Sanierung der weitläufigen Außenanlagen. Über 4.000 Quadratmeter Asphalt und rund 1.000 m² Grünflächen wurden erneuert. Erdaufschüttungen im Werkstättenbereich machen das Erdgeschoß barrierefrei erreichbar.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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