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Life Cycle Management

17.12.2010

Das neue Masterstudium Life Cycle Management – Bau, LCM-Bau, hat nachhaltiges Bauprojektmanagement als Ausbildungsziel. Der Lehrgang an der Donau-Universität Krems startet im März 2011.

Die große Nachfrage von weit mehr als 100 Interessenten für PM-Bau zeigt den hohen Bedarf an postgradualen Weiterbildungsmaßnahmen in Bereich Bauprojektmanagement auf. Dies war ein Grund, warum die inhaltliche Weiterentwicklung seitens der Geschäftsstelle Bau forciert wurde. Bundesinnungsmeister Hans-Werner Frömmel erklärt: „Noch nie waren die Anforderungen der Nachhaltigkeit an das Baugewerbe und die Bauindustrie so umfangreich wie heute. Um am heimischen Markt und auf internationaler Ebene langfristig zu bestehen, wird der Erwerb zusätzlicher Kompetenzen immer wichtiger. Die Ausbildung Life Cycle Management – Bau, Nachhaltiges Bauprojektmanagement, greift diese Herausforderungen aktiv auf und vermittelt praxis- und projektbezogenes Know-how unter Mitwirkung führender Experten und Spezialisten.“

Praxisnahe Ausbildung
Das neue Masterstudium unter dem Begriff „Nachhaltiges Bauen“ ist ein Paket an Maßnahmen: Nicht nur die Planungs- und Baukosten, sondern auch die Kosten des Betriebes, der Umnutzung eines Gebäudes, aber auch gesellschaftliche und ökologische Aspekte sind in der Lebenszyklusbetrachtung maßgeblich. Die Inhalte der 20 Module spannen den Bogen über alle wesentlichen Fragestellungen, die ein Projektmanager für Bauprojekte zukünftig zu berücksichtigen hat, wenn er nachhaltige Bauprojekte erfolgreich entwickeln und umsetzen will. Die Bereiche Lebenszyklusorientierung, Green Building und Ressourcenmanagement sind daher Kernelemente des Masterstudiums.

Know-how im Vergaberecht
Ergänzt werden diese durch Inhalte aus dem Projekt-, Kosten-, Termin- und Risikomanagement, Vertrags- und Vergabewesen und strategischen Claim-Management. Gleichzeitig werden auch die Management-Skills der Studierenden weiterentwickelt: Team Building, Verhandlungsführung, Kommunikation, Innovationsmanagement und Leadership- und Managementwissen tragen dazu bei. Den Abschluss für das viersemestrige Studium bildet die Master Thesis, eine wissenschaftliche Arbeit mit hoher praktischer Relevanz für die Baubranche. Die zukunftsweisende Ausbildung ist das Ergebnis einer Kooperation der Donau-Universität Krems, der Bundesinnung Bau, der Stempkowski BBC und der Vorarlberger Rhomberg-Gruppe. Die Donau-Universität Krems ist die größte Einrichtung für die postgraduale Weiterbildung in Österreich und im deutschsprachigen Raum. Die Kernkompetenzen des Departments für Bauen und Umwelt der Donau-Uni Krems sind Klima Engineering und funktionale Architektur, Facility Management sowie Real Estate Economics – Bereiche, die sich optimal mit dem Konzept des Masterstudiengangs decken. Der interimistische Leiter des Departments für Bauen und Umwelt, Peter Holzer: „Mit dem neuen Masterlehrgang ergänzen wir unser breites Angebot an Fortbildungsangeboten um den wichtigen Bereich des nachhaltigen Baumanagements.“

Wertvolle Netzwerkpartner
Die wissenschaftliche Leitung wird von Rainer Stempkowski übernommen, der bereits in den vergangenen sieben Jahren PM-Bau erfolgreich abgewickelt hat und auch das inhaltliche Konzept des Lehrganges entwickelt hat. Sein Ziel ist es, „den Studierenden all jene Fähigkeiten zu vermitteln, um komplexe Bauprojekte nicht nur erfolgreich zu entwickeln und abzuwickeln, sondern auch im Sinne des ganzheitlichen Life-Cycle-Management-Ansatzes in Richtung Umsetzung, Betrieb und Umnutzung weiterzudenken.“

Ein wichtiger Kooperationspartner ist die Bundesinnung Bau und der Fachverband der Bauindustrie, die innerhalb der Wirtschaftskammer Österreich die Interessen von rund 10.000 Einzelmitgliedern sowie von 100 Betrieben der Bauindustrie vertreten und die mit der BauAkademie Österreich bundesweit acht Weiterbildungsstandorte betreiben. Für den Leiter der BauAkademie Österreich, Peter Scherer, zählt die Wissensvermittlung zu den Kernaufgaben der Bauverbände: „Wir haben uns als Kooperationspartner am Masterstudium beteiligt, weil das neue Studium die praxisorientierte Ausbildung in den Zukunftsbereichen der Bauwirtschaft forciert.“ Es wird deshalb auch eine finanzielle Unterstützung für alle Verbandsmitglieder, die sich beruflich weiterbilden und am Masterlehrgang „Life Cycle Management – Bau“ teilnehmen möchten, in Form eines Stipendiums geben. Weitere Förder- und Finanzierungsmodelle sind in Entwicklung und sollen die Studierenden beziehungsweise deren Unternehmen unterstützen.

Kooperation mit der Wirtschaft
Premium Partner des neuen Universitätslehrgangs ist die Vorarlberger Rhomberg-Gruppe, eines der innovativsten Bauunternehmen Österreichs, das seine Unternehmensstrategie am Prinzip des nachhaltigen Wirtschaftens orientiert. Geschäftsführer Hubert Rhomberg: „Die mit dem technologischen und sozialen Wandel einhergehenden Ausbildungsansprüche waren für die Rhomberg-Gruppe die Motivation, bei der Entwicklung eines auf das Thema Life Cycle Management spezialisierten Masterlehrgangs mitzuwirken.“ Denn die Rhomberg-Gruppe forciert in der Personalentwicklung das Wissen im Bereich Nachhaltiges Bauen, zur Thematik Green Building und ergänzt dieses durch Maßnahmen zur Stärkung der Führungs- und Sozialkompetenz.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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