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Linzer Schotterwerk: Stadt will Verfahren stoppen

18.08.2011

In Linz gibt es seit Jahren einen erbitterten Streit um ein Schotterwerk: Ein Unternehmer will eine Schottergrube 180 Meter von einem beliebten Badesee bauen, zahlreiche Linzer kämpfen dagegen. Nun will Vizebürgermeister Luger das Verfahren sofort beenden, er beruft sich auf ein neues Gutachten.

Im Genehmigungsverfahren um ein umstrittenes geplantes Schotterwerk in Linz liegt nun ein von der Stadt beauftragtes Gutachten vor. Dieses lasse nur einen Schluss zu: Das Verfahren um die Schottergrube beim Pichlingersee soll sofort beendet werden, meinte Vizebürgermeister Klaus Luger, SPÖ.

Wie berichtet ist das Projekt seit sieben Jahren Streitthema zwischen Stadt, Land, Anrainern und einem Unternehmer, der die Schottergrube 180 Meter von einem beliebten Badesee entfernt errichten will.

"Nicht nachvollziehbar"

Die abgeänderten Projektunterlagen der Schottergruben-Initiatoren seien nicht nachvollziehbar und äußerst mangelhaft, heiße es in dem Gutachten. Und: Die vorliegenden Unterlagen seien für die Erstellung eines immissionstechnischen Gutachtens schlicht "absolut nicht nachvollziehbar".

Gerade die Frage der Immissionsneutralität müsse aber in dem Verfahren geklärt werden. Das heißt, dass trotz der Verkürzung des im Mineralrohstoffgesetz genannten Schutzabstandes von 300 Metern keine höheren Immissionen auftreten dürfen als bei Einhaltung der Distanz.

Für Luger ist klar: "Ein negativer Bescheid wäre die Konsequenz aus dem vorliegenden Gutachten." Der Schottergrubenbetreiber habe seit 2007 kein bewilligbares Projekt vorgelegt. Daher sei die Antragstellung vollinhaltlich abzuweisen und das Genehmigungsverfahren einzustellen. Der Stadtpolitiker hofft auf eine dementsprechende Entscheidung des Landes. (apa, pm)

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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