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Millennium Tower erhält Hotel und wird als Blue Building durch ÖGNI ausgezeichnet

17.01.2012

* Österreichs höchster Wolkenkratzer im 13. Jahr seines Bestehens als Blue Building ausgezeichnet
* Hotel „Harry's Home" wird im September 2012 auf fünf Etagen eröffnen
* Mehrere Millionen Euro in den letzten zwei Jahren in Nachhaltigkeit für gesamten Baukomplex investiert

Im 13. Jahr seines Bestehens wird der Millennium Tower, mit 202 Metern Österreichs höchster Wolkenkratzer, von der Österreichischen Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) als Blue Building ausgezeichnet. Damit entspricht die Immobilie an der aufstrebenden Wiener Waterfront modernen Umwelt-, Energie- und Nachhaltigkeitskriterien. Im DGNB System von ÖGNI wird der Immobilie die Auszeichnung in Silber verliehen. Mit einem Prozentsatz von 76,1 Prozent schneidet der Millennium Tower deutlich besser ab als vergleichbare Neubauten. Bei der Beurteilung nach Standortqualität erhält der Wolkenkratzer mit 83,6 Prozent die Auszeichnung in Gold und kann sich abermals vor Neubauten behaupten.

 

Bei der Auszeichnung als Blue Building werden deutlich mehr Nachhaltigkeits-Faktoren als bei der Auszeichnung als Green Building berücksichtigt, die lediglich die Energieeffizienz berücksichtigt.

Insbesondere werden bei der Auszeichnung als Blue Building Faktoren wie ökonomische Qualitäten (niedrige Betriebskosten oder Werthaltigkeit) und Soziokulturelles mit dem Ziel des Wohlempfindens des Menschen in der Immobilie berücksichtigt. Somit kommen Eigenschaften wie Flexibilität in der Flächennutzung oder Behaglichkeit zur Beurteilung, die für Mieter besonders relevant sind. In Sachen Energieverbrauch gilt der Millennium Tower bereits als Musterschüler: Österreichs höchster Büroturm wird im Energieausweis eine Energieeffizienz der Klasse A bestätigt.

 

Wichtiges Zeichen für den Wiener Immobilienmarkt

 

„Als architektonisches Wahrzeichen der Bundeshauptstadt übernimmt der Millennium Tower eine Vorbildrolle für zahlreiche Bestandsimmobilien und zeigt, dass anspruchsvolle Architektur und Berücksichtigung des Klimaschutzes keine Gegensätze sein müssen. Gerade bei Büro-, Industrie- und Infrastruktur-Bauten orten wir einen großen Nachholprozess", unterstreicht auch der Wiener SPÖ-Umweltsprecher Gemeinderat Erich Valentin bei einer Pressekonferenz am Dienstagvormittag in der 45. Etage des Büroturms an der Waterfront.

 

Auch Umweltstadträtin Ulli Sima (S) gratuliert zur Auszeichnung: „Maßnahmen zur Energieoptimierung und Umweltverträglichkeit sind bei Bestandsimmobilien sehr wichtig. Es ist erfreulich, dass Wien mit dem Millennium Tower ein weiteres ‚Blue Building' dieser Dimension hat und ich bedanke mich bei den Betreibern für ihr Engagement in Sachen Umweltschutz!"

 

Millionen in Nachhaltigkeit investiert

 

Der Immobilienfonds der Hamburger MPC Capital hat in den letzten Jahren mehrere Millionen Euro in zahlreiche Maßnahmen zur Modernisierung und Optimierung des Gebäudes investiert. Neben unterschiedlichen Modernisierungen in der 50.000 Quadratmeter großen Shopping Mall mit ihren rund 100 Shops und vielfältigen Entertainment- und Gastronomieangeboten stand dabei vor allem die Energieoptimierung der Gesamtimmobilie im Vordergrund. Die Maßnahmen erstreckten sich dabei bis zur Parkgarage, die kürzlich von Umweltminister Niki Berlakovich (V) mit dem klima:aktiv-Preis für die Einsparung von 52 Tonnen CO2 pro Jahr ausgezeichnet wurde. „Die Investitionen in Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit steigern nicht nur den Ertrag für unsere Investoren, sondern sichern auch die Zukunftsfähigkeit des Millennium Towers als hoch attraktive und repräsentative Büroimmobilie an der aufstrebenden Waterfront", erklärt Aldert Lobik, Leiter Immobilienfonds bei der MPC Capital Fund Management GmbH.

 

Blaue Vorzeigeimmobilie

 

„Die Auszeichnung als Blue Building unterstreicht unsere Bemühungen, den Millennium Tower zu einer nachhaltigen Vorzeigeimmobilie zu machen", so Gerald Liebscher, Geschäftsführer des Millennium Towers und der Millennium City. „Die Maßnahmen zur Energieoptimierung und Nachhaltigkeit wirken sich für die Mieter im Haus zudem positiv auf die Kostenstruktur aus und ermöglichen konstant niedrige Betriebskosten", erklärt Liebscher. Die Investitionen in Nachhaltigkeit und damit einhergehenden Optimierungen der Kostenstruktur wirken sich auch nachfrageseitig positiv aus, wie Liebscher ausführt.

„Nachhaltigkeit im Bestand ist die große Herausforderung für den Paradigmenwechsel und die Millennium City zeigt auf, was hier möglich ist", so ÖGNI Gründungspräsident Philipp Kaufmann.

 

„Harry's Home" zieht im September 2012 ein

 

Im September 2012 wird mit „Harry's Home" das größte Hotel der Innsbrucker Kette von Hotelier Harald Ultsch auf fünf Etagen des Millennium Towers eröffnen. „Die Etablierung eines modernen Hotelkonzepts rundet das Angebot der Millennium City als Town-in-Town-Konzept ab und stellt eine Bereicherung für den Standort dar", sagt Liebscher. Das zeitgemäße Economy Hotel wird über 97 Studios und Appartements für Kurz- und Langzeitaufenthalte verfügen und ergänzt das bestehende Angebot aus Entertainment, Shopping, Gastronomie, Wellness, Business und Wohnen. „Die perfekte Infrastruktur und die ideale Verkehrsanbindung mit eigenem Bahnhof und kurzen Wegen zum Flughafen sind die ideale Umgebung für unser Haus, das sich auf die Bedürfnisse des modernen Reisenden konzentriert", erklärt „Harry's Home"-Gründer und Geschäftsführer Ultsch. Das Wiener Hotel wird nach den Standorten in Linz, Graz und Dornbirn mit einer Gesamtfläche von rund 4.200 Quadratmetern das größte Haus der fünf Jahre jungen Hotelgruppe.

 

Mit moderner Architektur, zeitgemäßem Design und perfekter Funktionalität möchte Ultsch sowohl Business-Reisende als auch Individualtouristen ansprechen, die künftig an der Waterfront nächtigen sollen. Zur Ausstattung der 20 bis 46 Quadratmeter großen Zimmer zählen unter anderem Klimaanlage, WiFi mit High Speed Internetzugang, begehbare Kleiderschränke und LCD Flatscreens mit Kabel- und Satelliten TV. Zudem stehen am zentralen Servicepoint professionelle Waschmaschinen und Trockner sowie komfortable Selbstbedienungsautomaten für Getränke und Snacks zur Verfügung.

Weiters erwarten die Gäste optimaler Schallschutz und Parkettböden sowie teilweise voll ausgestattete Küchen. Als besonderes Goodie gibt es auf Wunsch auch ein Goldfischaquarium als ruhigen Begleiter für den Aufenthalt in „Harry's Home".

 

Support statt Service

 

„Unsere Maxime lautet ‚Support statt Service'", umschreibt Ultsch die Philosophie seiner Hotelkette, die die Bedürfnisse des Gastes in den Vordergrund stellt. Diese Philosophie findet sich auch in den modular aufgebauten Preiskategorien wieder. Frühstücksbüffet, Business-Breakfast oder tägliche Reinigung können additiv gegen Aufpreis bezogen werden und halten die Nächtigungskosten im modernen Economy Hotel gering. Die Nächtigungspreise beginnen durchschnittlich bei rund 60 Euro pro Nacht und werden mit der Dauer des Aufenthalts günstiger.

 

Tourismus boomt in Wien

Ultsch geht von einem weiter steigenden Zimmerbedarf in Wien im mittleren Preissegment aus. Insbesondere im Konferenztourismus wird Wien, das jetzt schon mit 935 nationalen und internationalen Kongressen zum sechsten Mal in Folge auf Platz eins im Ranking der International Congress and Convention Association liegt, weiter zulegen. Als erfolgreichste Kongressdestination der Welt haben sich die Zahlen in diesem Tourismussegment in den letzten zehn Jahren nahezu verdoppelt. Laut einer Studie der Wirtschaftskammer aus dem Jahr 2011 beträgt die Wachstumszahl im Konferenz-, Meeting- und Incentivetourismus  beeindruckende 19 Prozent.

 

Mit 10,4 Millionen Nächtigungen im Zeitraum Jänner bis November 2011 wurde in Wien erneut ein Zuwachs von 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum erzielt (Quelle: Wien Tourismus). Von Jänner bis Oktober 2011 wurden in der Wiener Hotellerie 406,1 Millionen Euro erzielt und damit um 8,5 Prozent mehr als in den ersten zehn Monaten 2010. Von 2010 auf 2011 stieg die Hotelkapazität in der Bundeshauptstadt mit rund 4.250 Betten um 8,7 Prozent, wobei Zimmer- und Bettenauslastung nahezu konstant blieben.

„Der expandierende Markt verlangt nach innovativen Konzepten, die wir mit ‚Harry's Home' liefern", gibt sich Ultsch abschließend optimistisch.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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