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Rudolf Zrost und Sebastian Spaun blicken auf eine erfolgreiches Jahr der VÖZ-Mitglieder zurück.

Mit großen Zielen

14.07.2020

Das abgelaufene Jahr erwies sich für die heimische Zementindustrie als durchwegs positiv, wie der VÖZ-Jahresbericht zeigt. Die Ziele für die nahe Zukunft sind hoch gesteckt.

2019 der heimischen Zementindustrie in Zahlen

445,1 Millionen Euro Jahresumsatz (+3,1 Prozent) konnte die österreichische Zementindustrie 2019 erwirtschaften.

5,23 Millionen Tonnen Zement (-0,2 Prozent) wurden 2019 in den heimischen Werken produziert.

1.143 Mitarbeiter waren 2019 in der Zementindustrie tätig.

78,4 Prozent betrug die Ersatzbrennstoffrate der österreichischen Zementindustrie, womit man auch international im Spitzenfeld liegt.

12,7 Millionen Euro betrug der F&E Aufwand der Zementindustrie 2019, womit noch mal 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr investiert wurden. Dies entspricht 2,9 Prozent des Jahresumsatzes.

Das erste Halbjahr 2020 verlief auch für die heimische Zementindustrie turbulent: Durch das Coronavirus wurden von einem Tag auf den anderen alle Baustellen – und damit auch die Zementproduktion – gestoppt. Mittlerweile zeigt sich die Branche jedoch wieder optimistisch, begonnene Projekte werden fortgeführt. Zeitgleich kann man auf ein sehr erfolgreiches Vorjahr aufbauen, wie die Zahlen des VÖZ-Jahresberichts aufzeigen.

Beachtliche Zahlen

Die österreichische Zementindustrie erzielte im Jahr 2019 bei einem leichten Rückgang der Produktion ein Plus im Umsatz: Die acht Zementwerke in Österreich produzierten mit 5,23 Millionen Tonnen Zement zwar um 0,2 Prozent weniger als im Vorjahr, der Jahresumsatz erhöhte sich jedoch um 3,1 Prozent auf 445,1 Millionen Euro. Stolz zeigen sich VÖZ-Vorstandsvorsitzender Rudolf Zrost und VÖZ-Geschäftsführer Sebastian Spaun auf die anhaltend hohen Investitionen der Zementwerke: Die Anlageinvestitionen stiegen um fast fünf Prozent und befanden sich mit 75,2 Millionen Euro auf einem historischen Höchststand. Das Investment in Klima- und Umweltschutzmaßnahmen war mit 33,8 Millionen Euro ebenfalls auf anhaltend hohem Niveau. „Die österreichische Zementindustrie ist in puncto Umweltschutzmaßnahmen und niedrigste Emissionen international nach wie vor die unangefochtene Nummer Eins“, so Zrost.

Hohe Ziele

Klimaneutral bis 2050, so lautet das Ziel der europäischen Zementindustrie, das sich zu 100 Prozent mit dem der VÖZ deckt. Zur Umsetzung des „European Green Deal“ wurde eine Roadmap mit konkreten Zielen und Handlungsoptionen vorgelegt. „Wir wollen bis 2050 die Emissionen entlang der Wertschöpfungskette von Zement und Beton auf null reduzieren“, erklärt Zrost. Bis 2030 sollen bereits 40 Prozent der CO2-Emissionen in der Wertschöpfungskette eingespart werden.

Neue Wege

Ein weiterer Meilenstein für Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft wurde vor kurzem gesetzt. Lafarge Zementwerke arbeitet gemeinsam mit OMV, Verbund und Borealis an der Abscheidung und Nutzung von CO2. Bei dem Pilotprojekt „Carbon2ProductAustria“ wird CO2 aus der Zementherstellung abgeschieden und zum Rohstoff für neue Produkte. Diese können am Ende ihres Lebenszyklus wieder als Brennstoff eingesetzt werden. Bis 2030 will das Konsortium den jährlichen CO2-Ausstoß des Zementwerks Mannersdorf von 700.000 Tonnen mithilfe von grünem Wasserstoff zu neuen Produkten verarbeiten.

Autor/in:
Christoph Hauzenberger
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