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Mit Vertrauen punkten

23.04.2010
UBM

Eine massive Kapitaldecke, gute Vorbuchungsstände und eine konservative Bewertung ihres Portfolios sind die Erfolgsmeilensteine, die die UBM erfolgreich durch die wirtschaftlich angespannte Zeit kommen ließen.

Die UBM Realitätenentwicklungs AG konnte sich als österreichisches Unternehmen in Zentral-, Ost- und Westeuropa auch in den vergangenen wirtschaftlich angespannten Monaten gut behaupten. 90 Prozent ihres Umsatzes, 2009 lag dieser bei 197,6 Millionen Euro, macht der Entwickler im Ausland. Die konsolidierte Jahresbauleistung lag 2009 bei 275,4 Millionen Euro, das ist ein Rückgang von rund zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Karl Bier, Vorstandsvorsitzender UBM, erklärt dazu: „Wir haben kontinuierlich über viele Jahre unser Kundensegment aufgebaut – das kommt uns nun zugute. Wobei das Planen, Bauen und Verwerten sicher schwieriger geworden ist. Die Fristen vom Verkauf bis zur Finanzierung haben sich dramatisch verlängert wie auch die Dauer von Baugenehmigungen, bautechnische Prüfungen bis zur komplizierten und zurückhaltenden Kreditabwicklung."

Im Osten ist nach wie vor Polen stark. Länder wie Bulgarien und Rumänien sind laut Bier „schwierige" Länder: „Dort gibt es massive Umsatzeinbrüche quer durch alle Branchen." Zugpferd in Deutschland ist der Wohnbau im günstigen Mietbereich wie auch im Bereich Vorsorgewohnungen.

 

Projekte zu guten Preisen

Für die kommenden zwei Jahre sind einige Projekte in der Pipeline, deshalb auch Biers Zuversicht – dazu verrät er allerdings nur so viel: „Wir bekommen jetzt Projekte zu super Preisen – unter anderem in Polen." Dazu zählen auch Projekte, welche im vergangenen Jahr an der Finanzierung scheiterten – eine attraktive Chance für die mit einer guten Kapitaldecke von 27,3 Prozent ausgestatteten UBM.

Am österreichischen wie auch am deutschen Markt hat Bier Hoffnung in den Wohnbau, nicht zuletzt aufgrund der niedrigen Zinsen. Aber auch in Tschechien und Polen hat sich die Kreditlage verbessert, eine wesentliche Veränderung für Interessenten wie auch Entwickler. „Da unser Portfolio sehr konservativ bewertet ist, konnten wir bei allen Immobilienverkäufen über den Buchwerten liegende Erlöse erzielen. Für den Verkauf von Eigentumswohnungen war die Krise in der Tat förderlich – da viele in die risikolose Veranlagung investierten", erklärt Karl Bier.

 

Buchungen steigen

Wenn auch das Hotelgeschäft etwas zurückging, zeigt sich für das zweite Halbjahr 2010 bereits ein leichter Aufschwung. Heribert Smolé, kaufmännischer Vorstand UBM, bestätigt die spürbare Erholung des Hotelbereichs. Insgesamt hielt die UBM per Ende 2009 Immobilien mit einer Nutzfläche von rund 360.000 Quadratmetern. Davon sind rund 55 Prozent Hotels, 22 Prozent Büros, 20 Prozent Gewerbeimmobilien und der Rest Wohnbau. „Dieses über Jahrzehnte aufgebaute Portfolio generiert nicht nur Miterträge und gleicht projektspezifische Schwankungen aus, sondern damit ist es uns möglich, den Verwertungszeitpunkt von Liegenschaften optimal zu wählen", erklärt Bier. Highlights waren das Hotel Park Inn in Linz, Park Inn in Krakau wie auch das andels in Berlin.

Ein positives Zeugnis stellt Regina Prehofer, Vorstandsmitglied Bawag P.S.K., der UBM aus. Vor wenigen Tagen wurde eine Anleihe für private Anleger von UBM aufgelegt: „Mit der Anleihe investiert der Anleger in ein österreichisches, börsennotiertes, vertrauenswürdiges Unternehmen, mit einem fundierten Branchen-Know-how, hoher technischer Kompetenz und einer langjährigen, erfolgreichen Firmengeschichte." Die Anleihe in der Höhe von 100 Millionen Euro ging in kürzester Zeit wie geplant ausschließlich an private Interessenten. Der Erlös wird zur Verbesserung der Liquidität, Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten und vor allem zur Finanzierung neuer Immobilienprojekte verwendet.

Gisela Gary

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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