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In der Mühlgrundgasse entsteht das erste soziale Wohnbauprojekt mit Thermischer Bauteilaktivierung (TBA) zum Heizen und Kühlen.

Mit Wind und Beton gegen den Klimawandel

04.09.2018

Im 22. Wiener Gemeindebezirk entsteht gerade ein Vorzeigeobjekt in Sachen erneuerbarer Energie.

Zur Besichtigung der Baustelle hatte die Wiener Magistratsabteilung 20 Energieplanung Vertreter der städtischen Baudirektion, des bmvit, von Urban Innovation und der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ) geladen. Repräsentanten des Bauträgers Neues Leben, der Planungsbüros und der bauausführenden PORR AG führten über die Baustelle.
Erneuerbare Energiequellen in Kombination mit Beton: Mit insgesamt 30 Erdsonden wird Geothermie über Niedertemperatursysteme effizient genutzt.

Gemeinsam mit dem Immobilienentwickler M2plus Immobilien GmbH errichtet der gemeinnützige Wohnbauträger „Neues Leben" im 22. Wiener Gemeindebezirk eine Wohnhausanlage mit 155 Wohnungen. Das Besondere: Erstmals wird dabei die Thermische Bauteilaktivierung zum Heizen und Kühlen mit Windenergie im sozialen Wohnbau eingesetzt. Die Wohnungen werden mit Erdwärme geheizt und erstmals im Sommer auch gekühlt. Die Wärmepumpe wird mit Überschuss-Windstrom betrieben. Dass dieser weitestgehend aus der Überschussproduktion stammt, dafür sorgt ein Windstrom-Lastmanagement.„Das Projekt MGG22 trägt dazu bei, dass wir die vorhandenen Betonbauteile eines Gebäudes mit einer einfachen Lösung sinnvoll als Speichermasse nutzen können", hält Harald Kluster, verantwortlich für die Auslegung des Systems, fest. Für eine 70 bis 80 Quadratmeter große Wohnung sollte die Jahresrechnung für Heizung, Kühlung und Warmwasser unter 300 Euro betragen. „Die niedrigen Energiekosten unterstützen leistbares Wohnen, deshalb sollen solche Projekte kein Einzelfall bleiben", sagt Johann Gruber, Obmann vom Bauträger „Neues Leben".

Weitere Informationen zum Projekt unter www.mgg22.at

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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