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"Modernisierungsinitiative für große steirische Gebäude" gestartet

17.10.2005

Dramatisch steigende Energiepreise und der zukünftig im Rahmen der EU-Gebäuderichtlinie erforderliche Energieausweis machen es deutlich: Die umfassende energetische Modernisierung des Gebäudebestandes ist eine sinnvolle und notwendige Investition in die Zukunft. Zur breiten Umsetzung bedarf es hier neuer Instrumente, wie beispielsweise einer Kombination aus umfassender Informations- und Beratungsleistung sowie ökologisch orientierten Förderinstrumenten.

Der steirische Wohnbaulandesrat Johann Seitinger präsentierte heute eine umfangreiche Modernisierungsinitiative, die speziell auf Geschoßwohnbauten und kommunale Gebäude zugeschnitten ist. Dabei betonte Seitinger, dass es hier vorbildlich gelungen ist, die Initiative auf einer breiten Kooperationsbasis aufzubauen. So greifen doch Bundesmaßnahmen (klima:aktiv Programm wohnmodern), Landesmaßnahmen (Thermografie- und Beratungs­aktion) und regionale Aktivitäten (Modernisierungsinitiative Oststeiermark) ineinander.

Als besonders erfolgversprechend betont Seitinger die Thermografieaufnahmen von Gebäuden, die neue Möglichkeiten in der Lokalisierung und Analyse von Schwachstellen zulassen. Durch diese zahlreichen Partnerschaften und aufgrund der Unterstützung durch das Land Steiermark ist es möglich, umfassende Dienstleistungspakete für Wohnbauträger, Hausverwaltungen oder kommunale Entscheidungsträger durch erfahrene Experten zu günstigsten Konditionen anzubieten.

Dr. Fritz Unterpertinger, Geschäftsführer der österreichischen Energieagentur und Verantwortlicher für die Umsetzung des klima:aktiv Programms des Lebensministeriums, freut sich, mit der Steiermark bereits das zweite Bundesland für eine Kooperation im Rahmen von wohnmodern gewonnen zu haben. Als zusätzlich besonders wichtig betont Dr. Unterpertinger die rasche Umsetzung der Vereinbarung nach Artikel 15a der Bundesverfassung zwischen Lebensministerium und Landeshauptleuten, wonach im Rahmen der Wohnbauförderung Qualitätsstandards in Bezug auf den Energieverbrauch von neu errichteten und sanierten Gebäuden einzuhalten sind.

In Kombination dieser Maßnahmen soll bis zum Jahr 2012 der Energieverbrauch im großvolumigen Wohngebäudebestand um 10% gesenkt werden und so allein in diesem Gebäudesegment jährlich 350.000 Tonnen CO2 eingespart werden.

Ing. Horst Fidlschuster, Geschäftsführer des Regionalmanagements Oststeiermark, sieht in der "Modernisierungsinitiative Oststeiermark" eine große Chance für die Region. So bedeutet hochwertige energetische Gebäudesanierung doch optimale regionale Wertschöpfung. Aspekte wie geringste Energiekosten, höchste Versorgungssicherheit durch erneuerbare Energieträger sowie hohe Wohn- und Lebensqualität gehen einher mit zentralen Auswirkungen auf Klimaschutz und Arbeitsmarktsituation. Einmal mehr zeigt, so Ing. Fidlschuster, die Region Oststeiermark mit dieser Sanierungsinitiative ihre Stärke und Vorreiterrolle im Bereich Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energieträger.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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