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Musterprojekt für Energiemanagement

06.05.2009

Nach nur drei Monaten konnte der Rohbau der neuen Iveco-Filiale in Wöllersdorf, Niederösterreich, errichtet werden. Das transparente, offene Gebäude wird auf einer Grundfläche von 15.664 Quadratmeter, wobei die bebaute Fläche 3.200 Quadratmeter beträgt, errichtet.

Das zweistöckige Gebäude umfasst die Lkw- und Bus-Werkstätte mit Lager und Nebenräumen, den Verwaltungstrakt sowie die Schulungswerkstätte und Sozialräume. Die neue Filiale wird in Stahlbeton-Fertigteil-Konstruktion errichtet. Aufgrund der Raumhöhe von circa 5,5 Meter im Verwaltungsgebäude und Lager kann für die Technik ein Zwischengeschoß eingezogen werden. Im Erdgeschoß und dem darüberliegenden Obergeschoß sind die Decken jeweils in Stahlbeton ausgebildet. Die Erschließung erfolgt über das nordostseitige, innenliegende Steigenhaus und über die südostseitige Außenstiege. Eine Decke aus Holzleimbinder-Tragkonstruktion mit Dampfsperre, Wärmedämmung und mechanisch befestigter Dachhaut zieht sich über das Verwaltungsgebäude und den Hallentrakten. Es wird gezielt auf Alternativenergie wie Solaranlagen, Fotovoltaik und Biomasse gesetzt. Auf dem Dach über den Hallen wird eine Warmwasser-Solaranlage mit Hochleistungskollektoren und einer Gesamtkollektorleistung von bis zu 200 Kilowatt errichtet. Die Energiebereitstellung für die Heizanlage erfolgt über Fernwärme aus Biomasse. Ein wesentliches Augenmerk wird auch auf den Brandschutz gelegt, und so ist das Lager allseitig mit brandbeständigen Wänden und Stahlbetondecken ausgestattet, und die Öffnungen sind als brandhemmende Tore und Türen der Brandklasse E12-30C ausgebildet. Alle innenliegenden Räume werden über das Dach be- und entlüftet. Alle mechanisch entlüfteten Räume werden mittels Türunterschnitten belüftet. In die neue Vertriebs- und Serviceniederlassung wurden 5,7 Millionen Euro investiert. Im Sommer 2009 wird die neue Filiale in Betrieb gehen.

aus: bauzeitung 18/09, S. 6

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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