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Nachhaltig und bedarfsgerecht

10.09.2010

Die neuen Herausforderungen im Wohnungsneubau für Politik und Bauwirtschaft sind in erster Linie nachhaltiges und bedarfsgerechtes Bauen. Bau!Massiv! fordert und unterstützt dieses wichtige Thema.

Der Abwärtstrend in der Stein- und keramischen Industrie setzt sich weiter fort, wie das erste Halbjahr 2010 zeigt. „Der Hauptgrund für die schlechte Entwicklung ist der Rückgang der Baubewilligungen“, ist Carl Hennrich, Geschäftsführer des Fachverbands der Stein- und keramischen Industrie überzeugt. Während der Wohnungsbedarf stetig steigt, ist in den letzten Jahren ein Rückgang der Baubewilligungen von vier Prozent pro Jahr zu verzeichnen. „Eine Konsequenz daraus ist, dass die Quadratmeterpreise explodieren“, so Hennrich. Eine wichtige Gegenmaßnahme ist dabei die Wohnbauförderung.

„Die Wohnbauförderung schafft Nachfrageimpulse und garantiert leistbares Qualitätswohnen“, so der Geschäftsführer. Bau!Massiv! setzt sich als Lobbying- und Informationsplattform der Hersteller mineralisch gebundener Baustoffe aktiv dafür ein, eine Verbesserung der Situation zu erreichen. „Massive Baustoffe nachhaltig anwenden und die Vorteile dabei aufzeigen, das ist unsere vorrangige Aufgabe. Außerdem ist es wichtig, die Forschung weiter voranzutreiben“, erklärt Bernd Wolschner, Obmann-Stellvertreter des Fachverbandes der Stein- und keramischen Industrie.

Forschung vorantreiben
In enger Zusammenarbeit mit den Partnern der Bundesinnung Bau und des Bundesgremiums Baustoffhandel werden immer wieder Initiativen gesetzt, so auch die Forschungsinitiative „Nachhaltigkeit massiv“, die Chancen für massive Baustoffe aufzeigen sollen. Zentraler Aspekt dabei ist der Begriff „Nachhaltigkeit“ und das Verständnis, dass sich Nachhaltigkeit auf drei Säulen stützt: ökonomische, soziale und ökologische Nachhaltigkeit. In diesem Zusammenhang appelliert Bau!Massiv! vehement an die politischen Entscheidungsträger: „Geförderter Wohnbau muss trotz Sparkurs gesichert sein. Wohnen ist ein Grundbedürfnis.

Die Wohnbauförderung hilft gegen Ghettobildung und sichert den sozialen Frieden“, so Wolschner. „Massive Baustoffe sind unverzichtbar für nachhaltiges Bauen und die heimische Wirtschaftskraft“, bringt es Martin Leitl, Techniksprecher des Fachverbandes, auf den Punkt. „Massive Baustoffe halten den Vorgaben der EU-Gebäuderichtlinie stand“, ist Leitl überzeugt. Die EU fordert bis zum Jahr 2020 20 Prozent Steigerung der Energieeffizienz und 20 Prozent des Energieverbrauchs aus erneuerbaren Energien zu beziehen. „Bau!Massiv! plädiert für eine rasche Umsetzung auf Basis des Primärenergiebedarfs“, so Leitl.

Um weiterhin aktiv für ein gewinnbringendes Nachhaltigkeitsverständnis einzutreten, wurde der „Nachhaltigkeitsbeirat“ mit unabhängigen Experten gegründet. Allen voran als Vorsitzende des Beirats steht Hildegard Aichberger, Geschäftsführerin des WWF-Österreich. Mit dabei sind aktuell auch Michael Kunze, Vorstand des Instituts für Sozialmedizin an der Medizinischen Universität Wien und Mitglied des Obersten Sanitätsrat, Herbert Greisberger, Generalsekretär Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik Ögut, Robert Lechner, Geschäftsführer Österreichisches Ökologie-Institut, Harald Rossmann, Umweltanwaltschaft Niederösterreich, Helmut Flögl, Fachbereichsleiter Facility Management und Sicherheit, Donau-Uni Krems, und Georg Pommer, Dienststellenleiter MA 39, Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstelle der Stadt Wien.

Bau!Massiv! arbeitet eng mit dem neuen Nachhaltigkeitsbeirat zusammen. „Wir unterstützen den Beirat als unabhängige Experten bei der Weiterentwicklung der drei Säulen der Nachhaltigkeit und in der Kommunikation“, erläutert Robert Schmid, Obmann-Stellvertreter des Fachverbandes der Stein- und keramischen Industrie. „Der zentrale Gedanke, dass wir heute Häuser bauen, die auch in Zukunft unsere Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt prägen, ist die spannende und gleichzeitig herausfordernde Komponente“, erläutert Hildegard Aichberger. „Diese langfristige Zielsetzung gilt es zu meistern“, so die Vorsitzende weiter, und sie erklärt damit, warum sie sich auch persönlich dafür engagiert.

Diana Danbauer

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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