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PolyStyreneLoop: Das auf dem CreaSolv-Verfahren basierende Projekt PolyStyreneLoop nimmt ebenfalls konkrete Formen an. In Terneuzen (Niederlande) wird 2019 eine Demonstrationsanlage mit einer Jahresleistung von 3.000 Tonnen errichtet.

Nachhaltige Lösung für Recycling von Alt-Styropor

27.11.2018

Zwei Vorreiter in Sachen lösemittelfreie Aufbereitung von Polystyrol lassen einen 100 prozentigen geschlossenen Stoffkreislauf für die Styropor-Wirtschaft Realität werden.

Bei der Wahl des richtigen Dämmstoffs spielt die Recyclingfähigkeit eine immer wichtigere Rolle. Um eine Facette reicher und damit konkurrenzlos vielfältig sind nun die Verwertungsmöglichkeiten von Sytropor: In Montréal hat das Technologie-Startup „Polystyvert“ die weltweit erste Anlage für eine lösemittelbasierte Aufbereitung von expandiertem Polystyrol/Styropor (EPS), extrudiertem Polystyrol (XPS) und kompaktem Polystyrol (PS) eröffnet. „Die Anlage funktioniert – wie kanadische TV Stationen bereits berichteten – und kann besichtigt werden“, freut sich Clemens Demacsek, Geschäftsführer der GPH Güteschutzgemeinschaft Polystyrol-Hartschaum. „Mit diesem Technologie-Startup-Unternehmen kommt nun zusätzlich Bewegung in den Recyclingprozess von Styropor, denn die kanadischen Newcomer planen acht Werke mit einer Leistung von je 20.000 bis 30.000 Tonnen pro Jahr in Europa zu errichten.“ Das von Polystyvert entwickelte Verfahren ist in der Lage Verunreinigungen, aber auch Farben, Gerüche, Graphit und vor allem HBCD aus dem Alt-Styropor zu entfernen. Es kommt damit zu ähnlichen Ergebnissen, wie das vom Fraunhofer-Institut entwickelte CreaSolv-Verfahren.

Nachhaltiges Recyclingkonzept

Das von mittlerweile 60 Herstellern aus der gesamten Wertschöpfungskette initiierte und auf dem CreaSolv-Verfahren basierende Projekt „PolyStyreneLoop“ nimmt ebenfalls konkrete Formen an. In Terneuzen (Niederlande) wird 2019 eine Demonstrationsanlage mit einer Jahresleistung von 3.000 Tonnen errichtet. Dabei können nicht nur verschmutzte Baustellenabfälle mit beispielsweise Putzanhaftungen verarbeitet werden, sondern auch Alt-Styropor mit dem Flammschutzmittel HBCD. Das darin enthaltene wertvolle Brom wird zurückgewonnen und wiederverwendet. Auch dieses Recyclingkonzept trägt zu einer 100 prozentigen Kreislaufwirtschaft bei und soll in anderen Ländern eingeführt werden.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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