Direkt zum Inhalt

Neue Chancen nutzen

13.11.2008

Trotz Finanzkrise sehen viele Immobilienexperten positiv in die Zukunft. Im internationalen Vergleich gibt es immer wieder Lichtblicke, die auch heimischen Firmen gute Chancen versprechen.

Der europäische Immobilieninvestmentmarkt war im dritten Quartal 2008 stabil, so das Ergebnis des aktuellen Berichtes von CB Richard Ellis. Das Transaktionsvolumen belief sich auf 26,4 Milliarden Euro und liegt leicht unter dem Wert von 27 Milliarden Euro im zweiten Quartal 2008. Die größten europäischen Immobilienmärkte spüren den Einfluss der Kreditkrise am stärksten. Das Investitionsvolumen in Großbritannien, Deutschland und Frankreich fiel auf einen Wert von 11,4 Milliarden Euro im dritten Quartal 2008. Im Gegensatz dazu ist in sieben von 26 untersuchten europäischen Märkten ein Anstieg des Transaktionsvolumens zu verzeichnen. Des Weiteren verzeichnen die Märkte in der CEE-Region, besonders in Tschechien, Russland und Polen, eine stabile Entwicklung. Andreas Ridder, Geschäftsführer CB Richard Ellis: „Wie auch zu Beginn des Jahres ist der Investmentmarkt im dritten Quartal auf eigenkapitalstarke Investoren angewiesen. Diese Investoren verfolgen langfristige Ziele und gehen selektiv bei ihren Investments vor.“ Die Finanzhilfezusagen der Regierungen in den USA, Großbritannien und der Eurozone zielen darauf ab, den Finanzierungsengpass zu beheben. Michael Haddock, EMEA Research Investmentdirector bei CB Richard Ellis: „Ermutigend ist, dass das Investitionsvolumen im dritten Quartal beinahe den Wert von 27 Milliarden Euro erreicht hat. Allerdings haben die dramatischen Ereignisse im Bankensektor zu Beginn des letzten Quartals jedoch die Investmentlandschaft verändert. Im Moment scheint es so, dass die Finanzhilfen der Regierungen den Bankensektor stabilisieren werden. Wir erwarten, dass sich dies mittel- und langfristig positiv auf den Immobilienmarkt auswirken wird. Kurzfristig muss sich zeigen, ob das erhöhte Eigenkapital dem Gewerbeimmobilienmarkt zugute kommt.“

Rau aber fair

Rumänien ist ein Land, dass für heimische Betriebe viele Chancen offenhält, ist Gottfried Parade, Spartenobmann der Wiener Gewerbe- und Handwerksbetriebe überzeugt: „Das Potenzial ist eindeutig vorhanden. Gerade in der Zeit der Konjunkturabschwächung gilt es für unsere Wiener Gewerbe- und Handwerksbetriebe, neue Chancen in den mittel- und osteuropäischen Ländern, speziell in Rumänien, zu ergreifen.“ Otto Hirsch, Geschäftsführer der Hirsch Beteiligungs GmbH, streicht das raue aber dennoch faire Klima hervor. „Ein Problem bereiten die von den Banken eingeforderten Finanzierungsgarantien“, und auf die Frage zu Zahlungsausfällen: „Wir waren auch in Konkurse involviert, haben aber dennoch insgesamt unsere Chancen am Markt gut genutzt.“ Mehr als 30 Milliarden Euro stehen an Förderungen zur Verfügung. Alfred Cervinka, Geschäftsführer der ALCE Anlagentechnik GmbH, unterstreicht die positive Wirkung geförderter Projekte, „auch wenn das Geld von den zuständigen Stellen oft spät eintrifft. Wir hatten bis jetzt noch keine Zahlungsausfälle“, meint Cervinka optimistisch.

Hotel-Eröffnung in Pilsen

Die österreichischen Unternehmen Warimpex, UBM und Vienna International eröffneten im Oktober ein weiteres Hotelprojekt. Nach den Standorten in Prag, München und Bukarest wurde nun ein angelo in Pilsen gebaut. Das Vier-Sterne-Designhotel setzt seinen Schwerpunkt auf Konferenzen und Veranstaltungen. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf 19,5 Millionen Euro. „Wir freuen uns, dass es erneut gelungen ist, mit unseren langjährigen Partnern UBM und Vienna International in so kurzer Zeit ein weiteres Hotelprojekt zu errichten“, zeigt sich Warimpex-CEO Franz Jurkowitsch überzeugt vom Erfolg des soeben eröffneten Hotels.

Diana Danbauer

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
Werbung

Weiterführende Themen

News
17.12.2008

Die Finanzkrise macht auch den österreichischen Klein- und Mittelbetrieben zu schaffen. Die Stimmung in den Unternehmen ist getrübt. Vor allem die Bauwirtschaft trotzt diesem Trend und erweist ...

Werbung