Direkt zum Inhalt

Wie sich die Überarbeitung des Berufsausbildungsgesetzes auf die Lehre am Bau auswirkt, ist noch nicht abzuschätzen.

Neue Grundlagen für Berufsausbildung

08.05.2019

Die Bundesregierung will im Eiltempo das Berufsausbildungsgesetz überarbeiten. Nun sind die ersten Details bekannt.

Die Lehre soll wieder attraktiver werden – ein Ziel, dem sich nun auch die aktuelle Bundesregierung annimmt. Dabei wird auch ein hohes Tempo gefahren, wie Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck nun bekannt gab. Der Entwurf des Berufsausbildungsgesetzes geht ohne große Vorankündigung in Begutachtung und soll noch vor dem Sommer beschlossen werden. Dabei werden nicht nur große sprachliche sondern auch strukturelle Änderungen Einzug halten.

Kontinuierliches Überarbeiten

Eine der wesentlichen schon bekannten Änderungen ist, dass jede Lehrausbildung künftig mindestens alle fünf Jahre aktualisiert und an die neuen Gegebenheiten in der Wirtschaft angepasst werden soll. Diese Überarbeitung wird jedoch internen Angaben zufolge nicht von den einzelnen Sparten übernommen, sondern vom Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft durchgeführt werden. Dies soll dazu dienen, die Lehre „an die Bedürfnisse des Marktes anzupassen“.

Das Gesetz soll ebenso eine Form der Teilzeitlehre, für Menschen die beispielsweise Kinder haben oder Familienangehörige pflegen müssen, einführen und zusätzlich die überbetriebliche Lehre stärken. So soll die überbetriebliche Ausbildung  so weit wie möglich Unternehmen einbeziehen, die eigene Lehrlinge ausbilden. Ziel erklärte Ziel dabei ist der Wechsel in eine normale betriebliche Lehre.

Kleine Details

Ein weiterer Punkt der Gesetzesüberarbeitung soll eine sprachliche Bereinigung der Texte und Begriffe sein. Statt einer „Lehrlingsentschädigung“ gibt es künftig ein „Lehrlingseinkommen“ und statt einer „Verwendung“ von Lehrlingen eine „Beschäftigung“. Somit soll der Stellenwert der Lehre auch sprachlich aufgewertet werden.

Welche Auswirkungen das überarbeitete Berufsausbildungsgesetzes auf die Baubranche haben könnte, kann erst abgeschätzt werden, sobald die vorläufige Fassung vorliegt. Diese soll in den nächsten Tagen präsentiert werden.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
Werbung

Weiterführende Themen

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig und Grünen Planungssprecher Christoph Chorherr präsentieren bereits im Frühjahr den Gesetzesentwurf der Wiener Bauordnungsnovelle.
Aktuelles
16.10.2018

Die Begutachtungsphase der Novelle der Wiener Bauordnung ist abgeschlossen. 

Das von der Bundesregierung beschlossene Arbeitszeitgesetz stößt nicht nur auf Freude in der Baubranche.
News
17.07.2018

Der Beschluss des neuen Arbeitszeitgesetzes durch die Bundesregierung stößt auf Freude bei den Unternehmern, aber auf wenig Gegenliebe bei der Gewerkschaft.

 

Der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig und Grünen-Planungssprecher und Bauordnungs-Chefverhandler Christoph Chorherr bei der Präsentation der Bauordnungsnovelle im April.
Aktuelles
29.06.2018

Der Wiener Landtag beschließt den Vorzug eines Teils der Bauordnung und erschwert den Abriss alter Bausubstanz bereits ab Juli. Das sagt die Bau- und Immobilienwirtschaft dazu.

„Bei bereits laufenden Festpreisverträgen müssen die Unternehmer die gestiegenen Material­kosten ­leider noch ­schlucken. Aber wenn die K­­on­junktur so bleibt, ­werden auch die Baupreise etwas anziehen.“, sagt Hans-Werner Frömmel.
Aktuelles
22.05.2018

Trotz guter Konjunktur bleibt die Baubranche eine herausfordernde Branche. Die Bauzeitung sprach mit Bundesinnungsmeister Hans-Werner Frömmel über die Preis- und Kostenentwicklung, die ...

Wohnbaustadtrat Michael Ludwig und Grünen Planungssprecher Christoph Chorherr präsentierten die Details der Novelle.
Aktuelles
10.04.2018

Wien saniert seine Bauordnung. Welche Änderungen geplant sind und was die Branche dazu sagt, lesen Sie hier.

Werbung