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39.122 Bauarbeiter bekamen dank der neuen Hitzeregelung in diesem Jahr hitzefrei.

Neue Hitzeregelung: Ein erstes Fazit

11.12.2019

Jede zweite Firma hat die neue Hitze­regelung 2019 genutzt.

Die Daten zum ersten Jahr mit der neuen Hitze­regelung ab 32,5 Grad liegen vor: 2019 – das Jahr mit dem zweitheißesten Sommer der 253-jährigen Messgeschichte – bekamen insgesamt 39.122 Bauarbeiter aus 5.245 Baubetrieben hitzefrei. „Damit hat jede zweite Firma im Interesse ihrer Beschäftigen gehandelt“, heißt es vonseiten der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH). Vom 11. Juni bis zum 29. August 2019 wurde bundesweit an 25 Arbeitstagen die 32,5-Grad-Grenze überschritten. 

Rechtsanspruch auf hitzefrei

Die Entscheidung, hitzefreie Tage ab 32,5 Grad ­Celsius zu ermöglichen, sei aufgrund des Klimawandels ein gesundheitspolitischer wichtiger und notwendiger Schritt. GBH-Bundesvorsitzender ­Josef Muchitsch: „Leider gibt es noch immer zu viele schwarze Schafe unter den Arbeitgebern und Auftraggebern, denen die Beschäftigten anscheinend egal sind. Kein Bauwerk kann so wichtig sein, dass dafür die Gesundheit der Arbeiter gefährdet wird.“ Deshalb müsse Hitzefreiheit unbedingt gesetzlich verankert werden. „Schade, aber anscheinend geht es nicht anders. Kein Bauarbeiter soll in Zukunft ­wegen der Hitzebelastung gesundheitliche Schäden bis zum Tod erleiden. Alle Unternehmen und Auftraggeber müssen menschlich reagieren. Auf Sozialpartner-Ebene sind daher weitere Gespräche zu führen“, so die Forderung von Muchitsch. ◼

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