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Neue Österreich-Strategie von Wolffkran und Streif Baulogistik

26.09.2012

Streif Baulogistik Österreich verkaufte im September die Kransparte an Wolffkran Austria. Während das Unternehmen damit seinen begonnen Strategiewechsel zugunsten des Geschäftsmodells der Baulogistik weiter fortsetzt, stärkt Wolffkran sein Kran-Mietgeschäft und stellt sich auf dem österreichischen Markt breiter auf.

Im Rahmen der gestrigen Pressekonferenz in Wien gaben die beiden Unternehmen diesen Schritt bekannt. Der Geschäftsabschluss ist das Ergebnis einer über Jahre erfolgreichen Zusammenarbeit beider Unternehmen. Mit dem Erwerb des Streif-Kranparks in Österreich werden auch alle sieben Mitarbeiter des Bereichs übernommen und weiterbeschäftigt.

Mit dem Erwerb der Krane von Streif vergrößert Wolffkran Austria seine Mietkranflotte von 75 auf 125 Krane und nimmt auch Untendreher in das Sortiment mit auf. „Durch unser umfangreicheres Angebot wollen wir unseren Aktionsradius im Mietgeschäft flächendeckend ausweiten“, sagt Peter Zauner, Geschäftsführer von Wolffkran Austria. „Im Kaufgeschäft hat sich Wolffkran Austria in den letzten Jahren als Big Player positioniert. Auch im Mietgeschäft streben wir eine Marktführerrolle an“, so Zauner.

Aktuell verzeichnet der Premiumhersteller in Österreich eine nahezu vollständige Auslastung seiner Mietflotte. Durch die Neuzugänge deckt man von der 71 mt Klasse bis hin zur 560 mt Klasse das gesamte Turmdrehkransegment ab und nimmt erstmals Krane anderer Hersteller in sein Sortiment auf. „Wir freuen uns, unseren Kunden in Österreich jetzt eine noch größere Produktpalette und besseren Kundenservice anbieten zu können“, sagt Peter Schiefer, geschäftsführender Gesellschafter von  Wolffkran.“

Dies beinhaltet neuerdings auch eine gewisse Marken-Unabhängigkeit im Mietgeschäft, wie Schiefer vielsagend umschreibt: „Man kann bei Wolffkran jetzt nicht mehr nur in rot, sondern auch in gelb mieten.“

 

Streif Baulogistik hat bereits im Juli dieses Jahres die Weichen für den Strategiewechsel gestellt und mit Dirk Heisterkamp den Leiter des Bereichs Logistics Consulting & Management in die Geschäftsführung der österreichischen Gesellschaft mit Sitz in Himberg berufen. „Wir richten unseren Blick auf die komplette Baustellenorganisation. Vor allem bei der Entwicklung von Metropolen und großen Infrastrukturprojekten spielen Logistiksteuerung, Ver- und Entsorgungslogistik sowie Zugangskontrollsysteme eine immer größere Rolle“, so Heisterkamp, der mit seinem Kollegen Martin Eber die neue Strategie umsetzt. „Mit dem Verkauf der Kransparte fokussieren wir klar auf unsere Kernkompetenz Baulogistik.“

Ziel ist es, die Dienstleistungen im Unternehmen zu bündeln, um mit umfassenden Konzepten Logistik- und Infrastrukturlösungen für Großprojekte international anzubieten. Streif Baulogistik verfügt über langjährige Erfahrung bei Projekten für übergeordnete Baustellenein-richtung und -logistik und hat das Portfolio seit 1997 kontinuierlich weiterentwickelt. In Wien ist man unter anderem mit der Baulogistik für den Neubau „Erste Campus“ und den Umbau „Signa Holding“ am Hof betraut.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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