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Nur die halbe Sache

23.10.2017

Die Erhöhung des Zuschusses für Betriebe beim der Entgeltfortzahlung (EFZ) von 50 auf 75 Prozent als auch die rückwirkende Auszahlung des Krankengeldes bereits ab dem vierten Tag bei langanhaltender Arbeitsunfähigkeit stellen für viele Kleinbetriebe und Ein-Personen-Unternehmen eine wichtige Verbesserung dar.

Der Ausbau von Unterstützungsleistungen für Betriebe in schwierigen Situationen ist also grundsätzlich positiv. Jedoch sind die im Nationalrat beschlossenen Ausweitungen nur die halbe Arbeit des Gesetzgebers: Diese zusätzlichen Leistungen werden zu 100 Prozent von den Unternehmern selbst, innerhalb der eigenen Versichertengemeinschaft, finanziert. Für die SVA-Versicherten bedeutet das in Zukunft zusätzliche Kosten von rund 30 Millionen Euro pro Jahr. Es wird die wichtige Aufgabe einer neuen Bundesregierung sein, die beschlossene Ausweitung auch seriös zu Ende zu denken und deren Umsetzung finanziell abzusichern.

Autor/in:
Alexander Herzog

 STV. OBMANN der SVA

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