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Ökologisch nachhaltig rekultiviert

05.02.2009

Das neue Flusskraftwerk wird mit einer Investitionssumme von 63,5 Mio. Euro von der Salzburg AG und der Verbund-Austria Hydro Power AG gemeinsam errichtet. Um das fünfte Wasserkraftwerk an der Mittleren Salzach bauen zu können, wurde die Salzach, unter Berücksichtigung von Hochwassergefahren, auf einer Strecke von 400 Metern umgeleitet und eine 18 Meter tiefe Baugrube errichtet.

Das Umleitungsflussbett war für eine Wassermenge von bis zu 820 Kubikmeter pro Sekunde dimensioniert. Für eine optimale Energiegewinnung wird der Fluss im Kraftwerksbereich um etwa fünf Meter aufgestaut und das Flussbett unterhalb des Kraftwerkes ebenfalls um rund fünf Meter eingetieft. Wobei die Eintiefungslänge 2,2 Kilometer, die Stauraumlänge vier Kilometer und das Stauziel 525,60 Meter betragen. Der Staubereich wurde mit Schmalwänden, Soilcrete-DSV und Manschettenrohrinjektionen abgedichtet, um das Auslaufen des Wassers und dem damit verbundenen Anstieg des Grundwasserspiegels vorzubeugen. Das Laufkraftwerk besteht aus einem Krafthaus mit zwei Rohrturbinen, deren Laufrad je einen Durchmesser von rund 3,5 Meter aufweist und einer dreifeldrigen Wehranlage. Es kann mit einer jährlichen Leistung von 16 Megawatt rund 76,5 Mio. Kilowattstunden Strom erzeugen. Somit leistet das Kraftwerk einen wesentlichen Beitrag zu einer unabhängigen Energieversorgung. Die erzeugte Energie wird ausschließlich ins regionale Stromnetz gespeist, und versorgt durchschnittlich 22.000 Haushalte. Am ökologisch sinnvoll rekultivierten Salzachufer kann die Bevölkerung die Vorteile des neuen Kraftwerks nutzen. Am rechten Ufer wird ein Radweg errichtet, kleine Ausbuchtungen und Biotope laden zum erholsamen Fischen, Spazierengehen und Joggen ein. Im Rückstaubereich werden Seichtwasserzonen mit Kiesbänken errichtet. Nach Fertigstellung, voraussichtlich Herbst 2009, werden die fünf Wasserkraftwerke an der Mittleren Salzach rund 375 Mio. Kilowattstunden erzeugen. Das ergibt eine Stromversorgung für ca. 107.000 Haushalte.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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