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Österreich verteidigt Spitzenplatz

03.08.2011

Beim aktuellen Umweltschutzranking der 27 EU-Ländern von der Österreichischen Wirtschaftskammer landet Österreich auf Platz 2.

Die Wirtschaftskammer Österreich will die Erlöse aus dem Verkauf von staatlichen CO2-Zertifikaten direkt für die Energiewende verwenden. Derzeit würden die Einnahmen von jährlich 300 Millionen Euro ins Budget fließen, sagt Stephan Schwarzer, Abteilungsleiter für Umwelt- und Energiepolitik in der WKÖ, bei der Präsentation eines Umweltrankings der 27 EU-Staaten. Die Wirtschaftskammer errechnete aus 52 Umweltindikatoren, hauptsächlich aus den Jahren 2008 und 2009, ein europäisches Nachhaltigkeitsranking: Österreich landet im Vergleich mit den anderen 26 EU-Staaten auf Rang zwei hinter Schweden, gefolgt von Dänemark und Deutschland. Im Vergleich zur Rangliste aus dem Jahr 2009 gab es keine Veränderungen in der Spitzengruppe. Schlusslicht des aktuellen Rankings ist Bulgarien, hinter Polen und Litauen.

Das voraussichtliche Verfehlen der Kyoto-Klimaziele dürfte Österreich hingegen teuer zu stehen kommen. Schwarzer rechnet mit Ausgleichszahlungen von bis zu einer Milliarde Euro. Laut Kyoto-Protokoll sollten sich die Treibhausgasemissionen hierzulande im Zeitraum von 2008 bis 2012 gegenüber 1990 um 13 Prozent verringern. Unter den 27 Mitgliedsstaaten der EU ist Österreich am zweitweitesten vom Kyoto-Ziel entfernt. Der Abstand zum Zielwert ist lediglich in Luxemburg größer. „Eine Emissionskürzung kann es nur geben, wenn wir auf Wohlstand und Wachstum verzichten“, gibt Schwarzer zu Bedenken.

Die Stärken von Österreich im Umweltbereich sieht WKÖ-Nachhaltigkeitskoordinator Christoph Haller unter anderem im Bereich erneuerbare Energie, Abwasserentsorgung und Recycling sowie Biolandwirtschaft. Handlungsbedarf ortet er hingegen beim Energieverbrauch und Verkehr, bei den Naturschutzgebieten und beim Abfallaufkommen. Eines seiner Hauptziele ist es, den Energieverbrauch mittels Energieeffizienz zu stabilisieren. Seit dem Jahr 2005 gibt es ihn Österreich den positiven Trend, dass sich der Energieverbrauch vom Wirtschaftswachstum leicht entkoppelt hat. Eine Stabilisierung des Verbrauchs ist „aber noch nicht zu erkennen“.

Die Wirtschaftskammer hat im Zusammenhang mit dem Umweltranking auch eine Umfrage unter der österreichischen Bevölkerung durchführen lassen: 15 Prozent der Befragten sind mit dem Umweltschutz in Österreich „sehr zufrieden“ und 61 Prozent „zufrieden“. Als „weniger zufrieden“ bezeichnen sich 15 Prozent und vier Prozent als „gar nicht zufrieden“. „Auf jeden Fall“ wollen 46 Prozent der Befragten eine Umweltmaßnahme ergreifen, etwa einen Fenster- oder Heizungstausch.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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