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Österreichs energieeffizienteste Sanierungsprojekte

01.03.2011

Bereits zum dritten Mal hat ISOVER Austria Ende Jänner 2011 im Rahmen der Energy Efficiency Award die innovativsten Projekte im Bereich Energieeffizienz und Klimaschutz gekürt. And the winner is ...  

Eine energieeffiziente Bauausführung, die Verwendung von ISOVER Produkten oder Systemen sowie der Nachweis einer signifikanten Energieeinsparung – das sind die Voraussetzungen für die Einreichung zum ISOVER Energy Efficiency Award. 2011 vergibt der Dämmstoffprofi den begehrten Preis bereits zum dritten Mal. „Wir möchten mit dem europaweiten Wettbewerb Projekte fördern, die unter umweltbewussten Aspekten erbaut wurden und gleichzeitig ein hohes Maß an Qualität und Komfort aufweisen“, erklärt ISOVER Austria Pressesprecherin Monika Döll. Dabei können die Teilnehmer in der Kategorie Sanierung, Wohnbau und Nicht-Wohnbau antreten. Dieser Herausforderung stellten sich im Zuge der nationalen Ausscheidung auch dieses Jahr wieder sieben heimische Objekte – vom mehrgeschoßigen Wohnbau bis hin zum Supermarkt. Die Gewinner überzeugten die Fachjury neben einer ansprechenden optischen Gestaltung besonders durch das energetische Gesamtkonzept.

So lobten die Juroren im Falle des siebenstöckigen Wohnbaus in der Wiener Grundsteingasse vor allem die Integration moderner Bedürfnisse in die historische Bausubstanz. Und auch das Projekt „K3 – Hörbranz“, ein umgebautes Einfamilienhaus konnte dank des gelungenen Zusammenspiels von Alt und Neu überzeugen. Das gilt sowohl für den Mehr-Generationen-Haushalt selbst als auch für das architektonische Konzept. Das dritte Siegerprojekt, eine modernisierte Volksschule, punktete vor allem durch die Sanierung auf Passivhausniveau. Dieser Entscheidung der Gemeinde schreibt die Jury eine hohe Signalwirkung zu. Über einen Sonderpreis durfte sich zudem der umgebaute SPAR Supermarkt im oberösterreichischen Hartkirchen freuen. Auch er gilt dank des innovativen Energiekonzepts als Vorzeigeobjekt.

Sonderpreis SPAR-Markt:

Im Zuge der Sanierung des Supermarktes wurde ein Teil des Altbestandes abgebrochen und wich dem Neubau des Verkaufsraumes. Dieser besticht durch ein einfaches, klares Design. Die größte Herausforderung bei diesem Umbau lag darin, ein ölbeheiztes, veraltetes Gebäude ohne Gebäudekühlung zu einem neuen modernen Markt umzubauen. Gelungen ist dies unter anderem durch den Einbau einer Industriebodenheizung, über die der Verkaufsraum und sämtliche Nebenräume gekühlt werden, sowie durch eine Kälte-Wärme Verbundanlage, die sowohl die Kühl- und Tiefkühlmöbel als auch die komplette Heizanlage steuert.

K3 – Hörbranz:

Die Verdopplung der Wohnnutzfläche bei gleichzeitiger Verringerung des Heizwärmebedarfs – das war das vorrangige Ziel bei dem Umbau dieses Einfamilienhauses aus den 1960er-Jahren zu einem modernen Dreifamilienhaus mit zeitgemäßem Energiestandard. Das Projekt kann sowohl als energetisch als auch strukturell und sozial vorbildlich bezeichnet werden, da es exemplarisch eine Bauaufgabe löst, die in den nächsten Jahren in großer Zahl auf uns zukommen wird.

Schule St. Leonhard:

Um eine Sanierung auf Passivhausniveau zu gewährleisten, mussten zunächst die Wärmebrücken minimiert werden. Dank einer ökologisch hochwertigen Gebäudehülle sowie der thermisch sanierten Bodenplatte und der energieeffizienten Komfortlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung können beste Werte erzielt werden. Lagen die jährlichen Kosten für Heizöl vor der Sanierung bei rund 17.000 Euro, so rechnet man nach dem Umbau und der Umstellung auf eine Pelletsanlage mit nur mehr rund einem Zehntel des bisherigen Aufwandes pro Jahr.

Wohnhaus Grundsteingasse:

Um sowohl das Budget als auch die Umwelt durch den Entfall von Abbruch– und Entsorgungsarbeiten und somit Kosten zu schonen, wurde eine Generalsanierung mit Dachgeschoßausbau angestrebt. Der moderne Dachaufbau verschmilzt mittels der neu errichteten, begrünten Balkone mit dem Altbau und bildet ein architektonisch stimmiges Ensemble. Die größte Herausforderung stellte die Senkung des Heizwärmebedarfs bei gleichzeitigem Erhalt der historischen Fassade dar. Zu diesem Zweck wurden die bestehenden, völlig veralteten Heizanlagen entfernt und eine zentrale Versorgung mit zentraler Warmwassererzeugung installiert.

Somit konnte der Heizwärmebedarf um 72 % gesenkt, der CO2-Ausstoß sogar um 87 % minimiert werden. Um dies zu gewährleisten, wurden auch die Fassaden mit Vollwärmeschutz gedämmt und sämtliche Fenster und Türen ausgetauscht.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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