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Papstkreuz im Wiener Donaupark wird saniert

08.09.2011

Die Sanierungsarbeiten am weithin sichtbaren Papstkreuz auf dem Wiener Donaupark sind angelaufen. Das Kreuz anlässlich des Papstbesuches 1983 war ursprünglich als temporäres Bauwerk geplant, inzwischen sind die Stützseile erschlafft und es gibt Rostschäden.

Nach allen Vorarbeiten und der Errichtung einer Zufahrt hat am Donnerstag die Demontage des Katholikentagskreuzes begonnen. Das erklärte der Baudirektor der Erzdiözese Wien, Architekt Harald Gnilsen, gegenüber "Kathpress". Die Sanierungs-, Ergänzungs-, Entrostungs- und Wiedermontagearbeiten werden in ca. 10 Wochen abgeschlossen sein.

Gnilsen erläuterte, dass das Kreuz ursprünglich als "temporärer Bau" geplant und ausgeführt wurde. Von daher sei die Sanierung erforderlich geworden. Die jetzigen Maßnahmen beinhalten technische Optimierungen, womit "das Papstkreuz dauerhaft gemacht wird", erklärte der kirchliche Baudirektor.

Kreuz wird doch nicht abgerissen

Das 56 Tonnen schwere Kreuz wurde für den großen Gottesdienst mit Papst Johannes Paul II. beim Österreichischen Katholikentag im September 1983 errichtet. Im Laufe der Jahre erschlafften jedoch die Stützseile und es entstanden Rostschäden.

Aufgrund der nicht mehr gewährleisteten Sicherheit wurde ursprünglich an ein Abtragen angedacht. Nachdem sich in der Folge viele Gläubige für den Erhalt des Kreuzes eingesetzt hatten, kam es im Vorjahr zu einer positiven Grundsatzentscheidung zwischen Kardinal Christoph Schönborn und dem Wiener Bürgermeister Michael Häupl.

Wien und Erzdiözese teilen sich die Kosten

Hinsichtlich der Renovierungskosten gibt es eine Kostenaufteilung zwischen der Stadt Wien und der Erzdiözese Wien, ein kleinerer Betrag komme aus eigens gesammelten Spenden eines Vereins. Nach der Gesamtrenovierung werde das Papstkreuz der Stadt Wien einschließlich der Erhaltungspflicht übertragen, weil es sich auf einem öffentlich Platz befinde.

Gnilsen betonte die "ausgezeichnete Zusammenarbeit" mit den betroffen Magistratsabteilungen der Stadt Wien. Mit der Sanierung des Papstkreuzes werde "ein weithin sichtbares Zeichen des Glaubens und der Erinnerung an den Besuch von Papst Johannes Paul II. beim Katholikentag 1983 erhalten, was vielen Wienern ein großes Anliegen ist", so der Baudirektor der Erzdiözese. (KAP, pm)

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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