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Perfekte Organisation führt zum Erfolg

21.02.2006

Baumeister Peter Wallner, Geschäftsführer von ProjektConsult, ist nicht ohne Grund stolz auf die Realisierung des Wohnhausbaues und Geschäftslokals in Wien-Hernals. Vor allem auch der Bauherr ist begeistert – denn mithilfe der aktiven Umsetzung der Anforderung durch das BauKG konnte eine deutliche Kostenersparnis erzielt werden.
Das Projekt ist eine typische Lückenverbauung. „Die drei Nachbarobjekte, direkt an der Grundgrenze, mit Fundamentniveaus die zum Teil nur 30 Zentimeter unter Niveau waren, erleichterten die Baugrubenumschließung nicht wirklich“, beschreibt Peter Wallner das Entstehen des Projekts. Für die Umschließung waren an die 95 Laufmeter Winkelstützmauern in Dichtbetonbauweise nötig, bis zu sechs Meter tief, ab Geländeniveau. „Insgesamt bewegten wir auf der 14 mal 42 Meter großen Liegenschaft an die 2500 Kubikmeter Erdaushub. Knapp 110 Tonnen Stahl wurden eingebaut. Dieser Bau wurde weit gehend in Ziegel realisiert, wo dies statisch nicht möglich war, griffen wir auf Leichtbauweise zurück und nur dort, wo konstruktiv die Erfordernis gegeben war, setzten wir Stahlbetonbau ein“, erklärt Wallner den Bau. Trotz der zum Teil komplizierten Rahmenbedingungen wurde der Rohbau in nur sechs Monaten als Winterbaustelle, mit zirka 850 m3 Beton, 3000 m2 Schalung und etwa 1600 m2 Ziegelwänden weit gehend abgeschlossen. In Einklang mit den Anrainern wurde eine Architektur geschaffen, die zum Vorteil der späteren Eigentümer/Nutzer der Wohnungen auf mehr Lebensraumqualität abgestimmt ist. Die Ansprüche an die verwendeten Materialien waren sehr hoch – seitens der ProjektConsult wie auch des Bauherren. Sämtliche Innenwände sind aus Ziegel, die straßenseitigen Fenster mit erhöhtem Schallschutz ausgeführt. Auf den Nutzerkomfort wurde besonders Wert gelegt. Für die Wohnräume wurden Holzböden ausgesucht, für die Nassgruppen Marmor, sämtliche Südräume sind klimatisiert, u. v. m. Wallner verfolgt bei dem gesamten Projekt ein Farbkonzept, das sich vom Haupteingang über das Stiegenhaus durchzieht und auch den Übergang zur Wohneinheit wie auch zu den Außenanlagen leitet.

Perfektes Sicherheitskonzept
Das BauKG schreibt einen Mindeststandard an Sicherheit für die Arbeitnehmer auf der Baustelle vor. „Unsere Philosophie ist, ordentliche Sicherheitskonzepte bereits in der Projektvorbereitung beim Architekten – wo sie in der Planung mitberücksichtigt werden müssen – umzusetzen, um in dem jeweiligen Arbeitsvorgang entsprechende Sicherheitsmaßnahmen vorsehen zu können. Wir haben unter anderen auch das Gewerbe eines sicherheitstechnischen Zentrums und verfügen durch unser Fachwissen über einen Wettbewerbsvorteil, da wir kostengünstige Maßnahmen bei der Durchführung jedes Arbeitsbereiches mit berücksichtigen“, erklärt Wallner. Durch das Sicherheitskonzept, das bereits ab dem ersten Entwurfsgedanken mit einbezogen wurde, konnte die Effizienz auf der Baustelle gefördert und die Qualität gesteigert werden. Das Konzept erstreckt sich auf eine umfassende Sicherung beim Baugrubenaushub, auf die Pölzungen für Gräben oder Winkelstützmauern, auf Absturzsicherungen, Lärm-, Sicht- sowie Staubschutz, Erfassung der gefährlichen Stoffe, deren Lagerung etc.
Eine Bestätigung für die erfolgreiche Arbeit erfuhr ProjektConsult nach den wöchentlichen Besuchen von Johann Baresch von der Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA). Baresch war bei vielen Baubesprechung dabei. Wallner: „Sein gewonnener Eindruck auf der Baustelle war sehr zufrieden stellend und wiederum eine Bestätigung für uns – wir machen unseren Job richtig.“ Baresch stellt fest: „Wird die Bauarbeitenkoordination so wie auf dieser Baustelle im Sinne des Bauherren und der ausführenden Betriebe mit ihren Arbeitnehmern gelebt, bringt es großen Nutzen für alle am Bauprozess Beteiligten. Die rechtzeitige Festlegung, welches Unternehmen Schutzeinrichtungen herstellt und welche Unternehmen diese mitbenützen dürfen, spart dem Bauherren Kosten. Die ausführenden Betriebe und ihre Mitarbeiter finden dabei gesicherte Zugänge und Arbeitsplätze vor und konzentrieren sich dadurch auf eine qualitativ hochwertige Arbeit.
Der Planer kann sich auf den nächsten Auftrag konzentrieren, anstatt sich mit der Mängelbehebung zu plagen. All das erfreut den späteren Nutzer des Bauwerks. In Vertretung der AUVA gratulieren wir der ProjektConsult und Baumanagement GmbH zu dieser professionellen Bauüberwachung und Koordinierung in jeder Hinsicht.“
Gisela Gary

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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