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Polierpass als Qualifikationsnachweis

04.10.2006

Das Polierzertifikat mit Bestätigung der Wirtschaftskammer Österreich, der Geschäftsstelle Bau, beweist die Weiterbildungsstationen des Inhabers.

Walter Ruck, Landesinnungsmeister Bau Wien, will die kontinuierliche Weiterbildung forcieren. Der Polierpass ist für Ruck ein weiterer Schritt in die richtige Richtung:
„Der Bau bekennt sich seit Langem nicht nur zur Verantwortung für die Ausbildung, sondern auch zur Weiterbildung. Life long learning ist nicht nur ein Schlagwort: Es ist für die Qualität einer Branche ebenso kennzeichnend, wie es im Wettbewerb am Arbeitsmarkt für den Einzelnen wichtig ist.“ Die Anforderungen an das mittlere Baustellenmanagement sind gestiegen. Neben den neuen Verarbeitungsrichtlinien und Normen ist ein umfassendes Verständnis zum Bauvertragsrecht gefragt.
Der Umgang mit den Kunden und den Mitarbeitern entscheidet über Erfolg und Misserfolg. Deshalb brauchen Poliere eine laufende Fortbildung.
Thomas Prigl, Leiter der BauAkademie Wien, beschreibt die österreichische Entwicklung des Polierpasses: „Im Zuge des EU-Bildungsprojektes ECW haben wir die laufende Fortbildung in Deutschland kennen gelernt. Bei unseren Nachbarn werden die Bauunternehmer aufgerufen, dem Baustellenmanager jedes zweite Jahr die Teilnahme zu ermöglichen.
Entscheidend war und ist die nachweisliche Schulung mit abgestimmten Inhalten.“

Kompetenztraining

Der Polierpass ist für die geprüften Poliere, die
berufenen Poliere und die Werkpoliere neben ihrem Prüfungszeugnis oder der Berufungsurkunde ein wertvolles Dokument. Im Polierpass werden die absolvierten Weiterbildungsmodule speziell
dokumentiert. Der Polier als Vertreter des Unternehmers auf der Baustelle sollte alle drei Jahre an einer Polierweiterbildung teilnehmen. Diese dauert in der Regel eine Woche.

Hohe Verantwortung

„Poliere haben eine hohe Verantwortung, ein umfassendes Aufgabengebiet, sowie verschiedenste Ansprechpartner. Der Polier trägt einen großen Teil zum Projekterfolg und somit zum Erfolg des Unternehmens bei. Das bedeutet wiederum, dass auch er sein Wissen und seine Kompetenzen laufend erneuern und erweitern muss, um die hohen Anforderungen erfüllen zu können“, erklärt Prigl.

Das Kompetenztraining für Poliere vermittelt in einer Woche fünf wichtige Themen für eine optimale Baustellenorganisation und dient der laufenden Weiterbildung unserer Führungskräfte auf den Baustellen. Daher empfiehlt die Bauwirtschaft den Polieren eine laufende Weiterbildung.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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