Direkt zum Inhalt
Karl Wilfing (Wohnbau-Landesrat NÖ), Robert Schmid (Schmid Industrie Holding GmbH) und Andreas Pfeiler (Fachverband Steine-Keramik) sprachen u. a. über den „Massivbau als Nahversorger“ (v. l.).

Potenziale heben

30.10.2017

Wirtschaft und Politik sprachen beim Round Table über Wohnbau- und Wirtschaftsförderung.

Das Wiener Umland sei „um 500 Prozent überfragt“, sagt Karl Wilfing, Wohnbau-Landesrat in Niederösterreich: „Die Hälfte der Bevölkerung Niederösterreichs“ lebe bereits in diesen Gegenden. Damit wird bestätigt, was in der Vergangenheit auch in Studien erhoben wurde: Wer auf dem Land leben will, schätzt bei all der Natur dennoch die Nähe zur städtischen Infrastruktur – sei es für die Arbeit, Aus- und Weiterbildung oder auch nur fürs regelmäßige Shopping. Diese Nachfrage müsse besser verteilt werden; umso mehr, da jemand, der dorthin zieht, in der Regel an ein eigenes Haus denke. Dementsprechend müssten aber Anreize für alternative Lebensplanungen geschaffen werden. Nicht zuletzt über gezielte Maßnahmen der öffentlichen Hand, damit Gemeinnützige dort bauen, wie Wilfing bei einem Mediengespräch sagte.

Große Chancen für den Massivbau

„Gewaltige Potenziale“ sehen in diesem Zusammenhang Österreichs Massivbaunternehmer: Die Stein- und keramische Industrie sei „quasi der Nahversorger im Bauwesen“, ergänzt Robert Schmid, Geschäftsführer der Schmid Industrieholding GmbH: „Wir produzieren aus der Region für die Region.“ Der Transportweg vom Werk zum Kunden betrage im Schnitt 35 Kilometer. Man produziere umweltschonend und schaffe lokale Arbeitsplätze: in Niederösterreich immerhin 2.200 Jobs, die „insgesamt 35.000 Existenzen sichern“, so Schmid. Für 80 Prozent der Bauherren gehe zudem „Regionalität klar vor dem Preis“, wie Andreas Pfeiler vom Fachverband Steine-Keramik feststellt. „Es gibt wohl nicht viele Bereiche, wo sich reale Potenziale, politische Interessen und die Wünsche der Bevölkerung so gut verbinden ließen.“

Autor/in:
Bernhard Madlener
Werbung

Weiterführende Themen

News
19.08.2014

In der Oststeiermark wird eine ehemalige Hauptschule zu einer neuen Heimat für Kinder. Für das Projekt „Haus des Kindes“ legen sich alle Beteiligten ins Zeug.  

Werbung