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Präventive Maßnahmen setzen

11.09.2009

Sicherheitsfachkräfte auf Baustellen haben nach wie vor ein schlechtes Image. Bessere Qualität in der ­Ausbildung, gute Kommunikation mit allen Ebenen und verstärkte Aufklärung sollen bei der Etablierung helfen.

Sicherheit am Bau – ein Thema das die Branche nach wie vor beschäftigt. Arbeitsunfälle und Sicherheitsmängel auf Baustellen gehören immer noch zum Alltag. Durch die richtigen Vorkehrungen und besondere Aufmerksamkeit kann gute Prävention geleistet werden. Durch professionelle und gut geschulte Sicherheitsfachkräfte könnte ein Großteil der Risikofaktoren minimiert werden, doch häufig fehlt es in der Praxis noch an der entsprechenden Umsetzung und dem Bewusstsein.

Im Zuge des diesjährigen „Forum Prävention“, das von der Allgemeinen Unfallsversicherungsanstalt (Auva) veranstaltet wurde, diskutierten Vertreter aus Wirtschaft und Politik auf dem Podium zum Thema „Tätigkeit der Sicherheitsfachkräfte im Baubetrieb“. Moderiert wurde die spannende Diskussion von Petra Tischler.
Seit 1995 hat sich mit dem neuen Arbeitnehmerschutzgesetz zum Thema Arbeits­sicherheit einiges getan. Es gibt die gesetzliche Beiziehungspflicht von Sicherheitsfachkräften für jeden Arbeitnehmer und nicht nur für Betriebe über 250 Mitarbeiter. Dennoch liegen auch in diesem Bereich Praxis und Theorie zum Teil noch weit auseinander. Das Bewusstsein fehlt in vielen Unternehmen nach wie vor, die richtigen Präventionsmaßnahmen und -vorkehrungen zu treffen, um den bestmöglichen Schutz auf Baustellen zu gewährleisten.

Johannes Pestal vom Technischen Büro Ing. Johannes Pestal ist Health and Safety Manager und Ausbildner von Sicherheitsfachkräften: „Um die Stellung der Sicherheitsfachkräfte zu stärken und zu verbessern, sind einerseits die Qualität in der Ausbildung, andererseits der Stellenwert im Unternehmen notwendig. Die Chance, die eine Sicherheitsfachkraft für ein Unternehmen sein kann, sollte wahrgenommen werden. Ausbildung und Karrierechancen zu bieten wird zukünftig für Betriebe ein wichtiger Schwerpunkt sein. Dieser Aspekt wurde bisher leider noch vernachlässigt.
Außerdem ist es weiter notwendig, gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen und gleichzeitig auch innerbetriebliche Karrierewege zu eröffnen. Das würde vor allem auch die Eigenmotivation für Weiterbildung bei den Mitarbeitern erhöhen und in weiterer Folge wieder dem Unternehmen zugute kommen. Ein wesentlicher Aspekt bei der Ausbildung zur Sicherheitsfachkraft ist, ein möglichst breit gefächertes Wissen und eine breite Streuung zu erreichen, da die Einsatzgebiete sehr unterschiedlich sind.

Die Aufgabe einer Sicherheitsfachkraft besteht vor allem darin, Gefahren zu erkennen – von der Mehlstaub­allergie in der Großbäckerei bis hin zum Tunnelbau. Je nach Gewerbe lauern ganz unterschiedliche Gefahrenquellen, für die Sicherheitsfachkraft gilt es, diese in erster Linie zu orten und richtig einzuschätzen. Die größte Herausforderung in der Ausbildung ist mit Sicherheit das breite Arbeitsgebiet, das es abzudecken gilt.“

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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