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Praktiker mit Gespür

26.03.2010

Baumeister Franz Kieninger ist der Grandseigneur der Bauwirtschaft im Salzkammergut. Er selbst bezeichnet sich als auslaufender Geschäftsführer, da die Nachfolge im Familienbetrieb bereits geregelt ist. 

Franz Kieninger ist Geschäftsführer der Bauunternehmung Kieninger Ges.m.b.H. und führt das Familienunternehmen mittlerweile seit gut 40 Jahren. In der Branche, und vor allem im Salzkammergut, ist er eine nicht wegzudenkende Größe seiner Zunft. Er hat aus einem kleinen Baubetrieb einen Konzern – auch wenn er das nach eigenen Angaben nicht gern hört – geschaffen, der stetig wächst und expandiert. Kieninger ist durch und durch Geschäftsmann. Sogar im Hotel Goiserer Mühle, das ihm gehört, allerdings verpachtet ist, achtet er auf Qualität und Ordnung. Auch vom Personal wird der Grandseigneur der Bauwirtschaft im Salzkammergut entsprechend begrüßt und respektiert. 2012 feiert das Unternehmen Jubiläum: 150 Jahre Kieninger soll mit einem großen Fest begangen werden. Das ist auch der Zeitpunkt, wo Franz Kieninger sich aus dem Geschäft zurückziehen will. „Seit Jahrzehnten führe ich das Unternehmen. Wenn auch nicht alleine, so doch sehr intensiv. Ich war es immer gewohnt, von 8 Uhr morgens bis 6 Uhr abends im Büro zu sein. Irgendwann muss damit Schluss sein. Ich versuche seit geraumer Zeit, mich zurückzuziehen. Das meiste habe ich bereits abgegeben. Der letzte endgültige Schritt soll aber in zwei Jahren erfolgen“, berichtet der Seniorchef.

Familienunternehmen sichern
Große Hoffnungen, das Familienunternehmen fortzuführen, setzte der Unternehmer schon früh in seinen Nachwuchs. Der älteste Sohn, Martin Kieninger, hätte nach den Plänen des Vaters die Firma übernehmen sollen. „Die Weichen waren schon gestellt. Martin hat die HTL besucht, die Baumeisterprüfung abgelegt und im Anschluss an der TU Graz Bauingenieurwesen studiert. Aber wie das Leben so spielt, hat er mir eines Tages eröffnet, dass er andere Pläne hat“, erzählt Kieninger wehmütig. Der Liebe wegen wanderte der älteste Sohn nach Spanien aus und arbeitet dort erfolgreich in der Bauwirtschaft. Auch der zweite Sohn, Stefan Kieninger, konnte sich nicht für das Bauunternehmen begeistern. „Stefan ist leidenschaftlicher Kletterer und hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Mittlerweile hat er an mehreren Standorten Trainingshallen errichtet und veranstaltet Schulungen und Kurse, vor allem zum Thema Sicherheit“, erklärt Kieninger. So blieb noch die Möglichkeit, die beiden Töchter für das Baugewerbe und den familieneigenen Betrieb zu begeistern. „Sabine beschloss, nach der Matura Psychologie zu studieren. Mittlerweile ist sie eine erfolgreiche Psychotherapeutin. Ebenso wie ihr Mann. Barbara hat Medizin studiert und ist nun praktizierende Ärztin“, erklärt Kieninger. Doch wie es der Zufall will, hat Barbara Kieninger bei der Partnerwahl ins Schwarze getroffen.

Josef Öhlinger ist im Baugewerbe beheimatet und hat zudem Architektur studiert. Somit ist die Nachfolge vorerst gesichert: „Vor einigen Jahren habe ich die Firma offiziell gegen Fruchtgenuss an Barbara und Josef Öhlinger übergeben. Josef ist der erste der drei Geschäftsführer. Er führt seit vielen Jahren die gesamte Firma an vorderster Front und ist der Motor der Erfolgsleiter der Firma Kieninger“, erklärt der Schwiegervater. „Mittlerweile haben wir auch bereits zehn Enkelkinder, drei davon studieren Architektur, somit besteht die Hoffnung, dass das Unternehmen auch künftig in der Familie bleibt, weiter“, so Kieninger zuversichtlich.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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