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Die frisch aufgedungenen Lehrlinge der Landesinnung Bau Wien und des Fachverbands der Bauindustrie mit Landesinnungsmeister der Landesinnung Bau Wien Rainer Pawlick, Josef Pein vom Fachverband der Bauindustrie, Andreas Hauser als Geschäftsführer der Bauakademie Wien und stellvertretender Geschäftsführer der Geschäftsstelle Bau Peter Scherer

Premiere für die Lehrlinge

23.11.2018

Österreichs Bau-Lehrlinge starten in die digitale Ausbildung. 

Es war wieder einmal soweit: Am Lehrbauhof Ost der Bauakademie Wien in Guntramsdorf wurden mit der traditionellen Aufdingfeier die neuen Lehrlinge in die dreijährige Ausbildung aufgenommen. Die zeremonielle Einführung entsprach dabei der vertrauten Abfolge: Nach einer Ansprache von Guntramsdorfs Bürgermeister Robert Weber, der auf die langjährige gute Zusammenarbeit mit der Bauakademie Wien hinwies und einer Gesprächsrunde mit Landesinnungsmeister Rainer Pawlick sowie Josef Pein vom Fachverband der Bauindustrie über die tollen Chancen und hervorragenden Aufstiegsmöglichkeiten betrat Thomas Meixner von der Firma Millik & Neffe, selbst Absolvent der Bauakademie Wien, die Bühne. Er erinnerte sich an seine eigenen Lehrjahre  und gab dem Nachwuchs einen Einblick in den Praxisalltag seines Berufes: „Meine Arbeit ist abwechslungsreif, meine Chefs lassen mich schon jetzt immer wieder verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen und deshalb macht mir mein Beruf nach wie vor viel Spaß!“ Mit der eigentlichen Initiation, bei der zwei Lehrlinge stellvertretend für ihren Jahrgang mittels Handschlag aufgedungen werden, wurde der rituelle Höhepunkt begangen. Eine Schriftrolle mit den Namen aller neuen Lehrlinge wurde anschließend als Symbol der immerwährenden Verbundenheit eingemauert und in der Aula der Bauakademie Wien versetzte man wie jedes Jahr einen Ziegelstein mit der aktuellen Jahreszahl.

Neuer Schwerpunkt: Digitalisierung

So vertraut die traditionellen Gebräuche waren, so neu wird die nun folgende Ausbildung. „Durch unser triales Ausbildungssystem waren unsere Fachkräfte schon bisher, auch international gesehen, absolute Spitze. Mit der Ausrichtung der Lehre auf digitale Inhalte können wir den Vorsprung der heimischen Bau-Wirtschaft sicherstellen und noch weiter ausbauen“, freut sich Pawlick.

Triale Ausbildung bleibt Maß aller Dinge

Gleichwohl man immer auf der Höhe der Zeit sein sollte, bedeutet das nicht, dass man das Rad neu erfinden muss. So wird das triale Erfolgsmodell auch in Zukunft das Maß der Dinge bleiben, allerdings werden die Inhalte der Ausbildung angepasst. Bei den Lehrlingen der Bauwirtschaft wird künftig ein besonderer Schwerpunkt auf ihre digitalen Kompetenzen gelegt. Die Jung-Maurer, Jung-Schalungsbauer und Jung-Tiefbauer erlernen neue Arbeitstechniken wie die digitale Vermessung. Elektronisches Datenmanagement ist ebenso Teil der Lehre, wie vertiefende Lehrgänge, etwa für Bau-Betriebswirtschaft. Die digitale Wissensplattform „e-baulehre“ erlaubt anwenderorientiertes e-Learning und ein neues Tool namens „BauMaster“ unterstützt speziell die Lehrlinge bei der Baudokumentation. Ab dem zweiten Lehrjahr erhalten nun alle Baulehrlinge zudem kostenfrei ein Tablet inklusive Internetzugang, das nach erfolgreich absolvierter Lehrzeit in ihr Eigentum übergeht. 

 

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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