Direkt zum Inhalt

Produktives Miteinander

03.03.2015

Kaufmännische Effizienz und ein hoher Anspruch an die Projektkultur sind der Schlüssel gegen Qualitätsmängel und wirtschaftliche Ineffizienz im Bauwesen – so das Credo der 2012 gegründeten IG Lebenszyklus Hochbau.

Ab Herbst 2015 dient das „Leistungsbild Kaufmännische Bauherrenvertretung“ als Fachleitfaden zur erfolgreichen Umsetzung komplexer Bauprojekte. Unter der Leitung des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens KPMG werden die „Werkzeuge“ und Methoden der laufenden Überwachung des Projekts im Hinblick auf die Interessenslage der Geschäftsführung weiterentwickelt. „Der Erfolg komplexer Bauprojekte wird auf technischer, rechtlicher und kommerzielle Ebene bestimmt“, sagt  Initiator Erich Thewanger, Partner bei KPMG.

Effizientes Miteinander statt gegenseitiges Blockieren

Die Grundlagen für diese Projektkultur werden im Rahmen der Arbeitsgruppe „Projektkultur – Schmierstoff für eine lebenszyklusorientierte Projektabwicklung“ unter der Leitung von Wolfgang Kradischnig, IG Lebenszyklus Hochbau, DELTA, entwickelt. Dabei sollen vor allem Praxisbeispiele aufzeigen, welche zwischenmenschlichen Faktoren zum Erfolg und Misserfolg eines Projektes beigetragen haben. Die Verbindung mit theoretischen Modellen führt letztendlich dazu, Werkzeuge und Empfehlungen für eine gelungene Projektkultur zu initiieren und aufrechtzuerhalten. „Technische, rechtliche und kommerzielle „hard facts“ sind für das Gelingen eines Bauprojekts von großer Bedeutung. Ergänzend dazu tragen zwischenmenschliche Faktoren wesentlich zum späteren Projekterfolg bei. Dies findet in der derzeitigen Praxis noch viel zu wenig Beachtung und soll hier berücksichtigt werden“, erklärt Kradischnig das Ziel seiner Arbeit.

Nachhaltige Inbetriebnahme

Die von Margot Grim, e7, geleitete Arbeitsgruppe konzentriert sich in weiterer Folge  auf den optimierten und effizienten Inbetriebnahme- und Übergabeprozess. Ein Knackpunkt dafür ist die Kommunikation aller am Planungsprozess Beteiligten – Bauherren, Planern, Ausführenden und Betreibern. „Als Ergebnis erwarten wir uns die Konkretisierung und Definition des Leistungsbildes eines „Inbetriebnahmemanagers“, der im Idealfall den gesamten Projektentwicklungsprozess begleitet und darauf achtet, dass die notwendigen Unterlagen für eine optimierte Inbetriebnahme überhaupt vorhanden sind“, so Grim. 

Bereits im Vorjahr veröffentlichte die IG Lebenszyklus Hochbau den Fachleitfaden "Lebenszykluskostenrechnung in der Vergabe". 2015 soll ein zweiter Leitfaden erarbeitet werden, in welchem beispielhaft für typische Leistungen der Planung, der Errichtung und des Betriebs von Gebäuden konkrete Spezifikationen für die Lebenszykluskostenrechnung in der Vergabe ausgearbeitet werden.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
Werbung

Weiterführende Themen

Die Jury, rund um Jury-Vorsitzenden Gerald Goger (TU Wien, l.), zeichnet zum zweiten Mal in Folge Hoch- und Infrastrukturbauten für ihre hohe Prozess-, Kultur- und Organisationsqualität aus.
Aktuelles
26.03.2018

Bauherren und Institutionen können sich noch bis 31. Mai 2018 für den Lebenszyklus-Award bewerben.

Bewerten erstmals Bauprojekte nach ihrer Organisations-, Kultur- und Prozessqualität: die Jurymitglieder des Lebenszyklus-Awards.
Aktuelles
15.03.2016

Der Lebenszyklus-Award und eine E-Learning-Plattform sollen die Baubranche für die Anliegen der Interessensgruppe sensibilisieren.

Werbung