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Qualitätsmarke „Austria“

01.07.2011

Besonders in der Bauwirtschaft ist die Auftragssituation nach der Finanz- und Wirtschaftskrise noch immer sehr angespannt. Laut Wifo sind im Bauhauptgewerbe die Produktion und der Auftragsbestand in den ersten beiden Monaten im Vergleich zum Vorjahr bundesweit rückläufig. 2011 verringerte sich der Produktionswert im Bauhauptgewerbe um 8,6 Prozent gegenüber 2010.

Besonders stark betroffen sind die Investitionen im Tiefbau. Auch im öffentlichen Sektor gibt es einen Rückgang von insgesamt 400 Millionen Euro (minus 14,7 Prozent gegenüber 2010). Zusätzlich drängen durch die Arbeitsmarktöffnung verstärkt ausländische Unternehmen mit Dumpingpreisen auf den österreichischen Markt.

Zur Sicherung eines fairen Wettbewerbes und zum Schutz der Konsumenten starten die Bausozialpartner (Gewerkschaft Bau-Holz, Bundesinnung Bau, Stein- und Keramische Industrie) mit Unterstützung von Global 2000 die Bewusstseinsinitiative „Bau auf A!” Bundesinnungsmeister Hans-Werner Frömmel betont: „Wir scheuen nicht die Konkurrenz mit ausländischen Anbietern, der Wettbewerb muss jedoch unter fairen und vergleichbaren Rahmenbedingungen erfolgen!” Kleine Unternehmern sind die verlässlichsten Beitragszahler, sichern Arbeitsplätze, garantieren Einnahmen für das Finanzministerium und dadurch unser Sozialsystem. Diese Unternehmen bilden hochqualifizierte Lehrlinge aus und schaffen damit das notwendige Know-how für die international anerkannte österreichische Qualität – der Marke Austria. Josef Muchitsch, Gewerkschaft Bau-Holz bekräftigt: „Ziel muss es sein, unsere Regionen durch regionale Vergaben und Wertschöpfung zu sichern und zu stärken – anstatt heimische Betriebe zu schwächen. Sonst kommt es im ländlichen Raum zu einer noch stärkeren Abwanderung.

Die Sanierung eines Kindergartens durch ein ausländisches Unternehmen kann zwar kurzfristig ein billigeres Bauen bedeuten – führt jedoch mittel- und langfristig sicher zu fehlenden Einnahmen. Das schwächt den Wirtschaftsstandort Österreich. Daher setzen wir auf die Marke Österreich mit Bau auf A!” Johannes Wahlmüller, Klimasprecher Global 2000: „Bei einer durchschnittlichen Baustelle werden 99 Prozent der Transportwege mit dem Lkw abgewickelt. Die Wahl eines heimischen Lieferanten kann dabei die Transportwege entscheidend verkürzen!“

Die Initiatoren der Initiative „Bau auf A!“ sind sich einig: „Billiges Bauen und Sanieren wird teuer in der Gewährleistung, der Gesundheit, der Umwelt, gefährdet österreichische Arbeitsplätze und verursacht fehlende Einnahmen aus Abgaben und Steuern zur Finanzierung unseres Sozial- und Wirtschaftssystems. Aus diesem Grund starten wir die bundesweite Bewusstseinsinitiative Bau auf A! und möchten die vielen Vorteile unserer österreichischen Dienstleistungen und Produkte aufzeigen!“

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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