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Qualitätssichernde Ausbildung

10.09.2009

Seit 1. Juli gibt es in der Baubranche einen neuen Lehrberuf: den des Transportbetontechnikers. Ab Herbst sollen die ersten Transportbetontechniker ausgebildet werden, organisiert vom Güteverband Transportbeton.Text: Rafl Siebenbürger

Aufgaben des Transportbetontechnikers sollen nach Beendigung seiner Ausbildung das Entgegennehmen und Disponieren von Kundenbestellungen, das Herstellen von Transportbeton unter Verwendung rechnergestützter Systeme, das Einrichten, Überwachen und Bedienen von Lagereinrichtungen, Förder-, Aufbereitungs- und Produktionsanlagen, das Reinigen, Warten und Instandhalten dieser Einrichtungen, das Entnehmen von Proben und Durchführung der qualitätssichernden Untersuchungen, Einrichten, Überwachen und Bedienen von Wiederaufbereitungsanlagen sowie das Erstellen und Nachbearbeiten von Lieferbegleitpapieren sein.

Ende Februar war die Ausbildungsverordnung zum Lehrberuf Transportbetontechnik vom Wirtschaftsministerium zur Begutachtung ausgesandt worden. Parallel dazu wurde mit dem Unterrichtsministerium der Lehrplan für die Berufsschule erarbeitet.
Im Fachunterricht werden der angewandten Mathematik, Laborübungen und dem Praktikum breiter Raum gewidmet. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf die Wiederholung der Grundrechnungsarten und die Prozent- und Verhältnisrechnung gelegt. Prüfungen zur Betonakademie haben in der Vergangenheit immer wieder ergeben, dass gerade in diesen fundamentalen und daher scheinbar selbstverständlichen Wissensgebieten oft Defizite vorhanden sind.
Bei den Laborübungen stehen sowohl Frischbeton- wie auch Festbetonprüfungen im Mittelpunkt. Kombiniert mit betontechnologischen Rechnungen, wie zum Beispiel Berechnungen von Sieblinien, Stoffraumrechnungen und der Entwurf von Betonsorten unter Einhaltung der ÖNorm B 4710-1, sind ebenfalls Eckpfeiler der Ausbildung.
Die Lehrzeit wird drei Jahre betragen. Vier Fünftel der Lehrzeit wird der Lehrling im Lehrbetrieb ausgebildet, das fünfte Fünftel umfasst die Ausbildung an der Berufsschule, die jedes Lehrjahr in einem Block von zehn Wochen absolviert wird.

Ausbildung in Freistadt
Wo diese Blockausbildung stattfindet, ist noch nicht ganz sicher. „Mit 99-prozentiger Sicherheit wird die Berufsschule Freistadt in Oberösterreich der zentrale Standort für die Ausbildung zum Transportbetontechniker sein“, lässt Christoph Ressler vom ­Güteschützverband Transportbeton wissen. Die Berufschule Freistadt beherbergt bereits jetzt fast alle Lehrlinge, die in den bestehenden Lehrberufen für Betonfertigteile ausgebildet werden, und verfügt daher über die erforderlichen schulischen Einrichtungen und zwei völlig neu ausgestattete Betonlabors.
Das letzte Wort ist freilich noch nicht gesprochen. Auch die Berufsschule in Graz steht als zentraler Standort für die Ausbildung zum Transportbetontechniker zur Diskussion.

Um den neuen Lehrberuf bekannt zu machen, hat der Güteverband Transportbeton einen eigens gestalteten Folder zum neuen Lehrberuf Transportbetontechnik aufgelegt. Dieser Folder wird den Mitgliedern kostenlos zur Verfügung gestellt und enthält alle wichtigen Basisinformationen zum neuen Lehrberuf wie auch zur Transportbetonbranche. Auf der Homepage www.starkelehre.at gibt es weitere Informationen zu dem neuen Lehrberuf. Zugleich soll die Webseite auch als Kontaktplattform dienen. Unternehmen, die Lehrstellen anbieten, können ihr Interesse beim Güteverband Transportbeton bekanntgeben und bekommen dann die Möglichkeit, Inserate auf der Website zu platzieren.


bau.experten

Lehrberuf Transportbetontechnik

Im Fachunterricht werden der angewandten Mathematik, Laborübungen und dem Praktikum breiter Raum gewidmet. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf die Grundrechnungsarten, die Prozent- und Verhältnisrechnung gelegt.
Bei den Laborübungen stehen Frischbeton- wie auch Festbetonprüfungen im Mittelpunkt.
Die Lehrzeit wird drei Jahre betragen. Vier Fünftel der Lehrzeit wird der Lehrling im Lehrbetrieb ausgebildet, das fünfte Fünftel umfasst die Ausbildung an der Berufsschule, die jedes Lehrjahr in einem Block von zehn Wochen absolviert wird.

www.starkelehre.at

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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