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REHAU erweitert Automotive Werk in Tschechien

01.12.2011

Der international tätige Polymerverarbeiter REHAU eröffnete Anfang November einen neuen Fertigungsbereich im tschechischen Jevicko, der an das bereits bestehende Automotive-Werk in Moravská T?ebová angegliedert ist. In der soeben renovierten Produktionsstätte werden zukünftig Kunststoffteile für die Automobilindustrie im Extrusionsverfahren produziert. Die Investition von 80 Mio. Tschechischen Kronen (ca. 3 Mio. Euro) bringt der Region langfristig bis zu 120 neue Arbeitsplätze. Im Jahr 2012 ist darüber hinaus die Gründung eines REHAU Technologie-Zentrums für Osteuropa geplant.

Guntramsdorf/Jevicko, 1. Dezember 2011. Die Anfang November in Tschechien eröffnete Produktionsstätte in Jevicko gliedert sich an das REHAU Werk Moravská Trebová an und wird zukünftig im Extrusionsverfahren Kunststoffteile für die Automobilindustrie produzieren. Der international tätige Polymerverarbeiter investierte 80 Mio. Tschechische Kronen (ca. 3 Mio. Euro) in den neuen Standort, an dem derzeit 80 Mitarbeiter beschäftigt sind. Langfristig werden dadurch bis zu 120 neue Arbeitsplätze entstehen. Die Gründung eines Technologie-Zentrums für Osteuropa ist im Jahr 2012 geplant.

 

Erweiterung der Produktion

Das tschechische Werk in Moravská Trebová besteht seit 1994 und beschäftigt rund 640 Mitarbeiter. Im Dreischichtbetrieb werden Produkte für internationale Automobilhersteller im Spritzguß-, Extrusions- und Extrusionsblasformen gefertigt. Im Bereich Spritzgussformteile entstand durch die Erweiterung der Produktionstechnologien am Standort einer der modernsten und hochtechnisiertesten Fertigungsbereiche bei REHAU weltweit. Die bisherige Produktpalette konnte insbesondere um großvolumige Formteile und lackierte bzw. lackierfähige Formteile erweitert werden.

 

Die weitere Entwicklung erforderte zusätzliche Flächen, die am bisherigen Standort nicht zur Verfügung standen. Gleichzeitig wurde im nicht weit entfernten Jevicko ein Werk frei, das REHAU nach eingehender Prüfung im Sommer dieses Jahres erworben und danach zum Werksbereich ausgebaut hat. „REHAU ist weltweit tätig. Für die Region Europa ist die Tschechische Republik von zentraler strategischer Bedeutung. Aus diesem Grund hatten wir Interesse an der Erweiterung des Werkes. Angesichts der Notwendigkeit, die Produktionskapazitäten zu erhöhen, gab es Überlegungen, den Aufbau eines völlig neuen Areals zu starten, oder in der näheren Umgebung ein geeignetes Objekt zu finden.“, so  Dr. Veit Wagner, Mitglied des REHAU Supervisory Boards.

 

Neuer Werksbereich Jevicko

Die neue Fertigungsstätte wird sich auf die Produktion im Extrusionsverfahren konzentrieren und entlastet damit das bestehende Werk. Jevicko wird als Werksbereich von Moravská Trebová unter der Gesamtleitung von Pavel Kaše geführt. „Momentan wird auf einer Fläche von 7.000 m2 für den Fertigungs- und Logistikbereich auf zwei Strecken produziert; wir gehen aber von einer kurzfristigen Erweiterung bereits im nächsten Jahr aus. Ebenso verhält es sich mit den Arbeitsplätzen. Aktuell beschäftigen wir rund 80 Mitarbeiter; die Zahl soll auf ca. 120 steigen“, informiert Werkleiter Kaše.

 

REHAU Technologie-Zentrum

Neben der Produktion ist auch eine strategische Erweiterung angedacht: „Wir planen, im Jahr 2012 ein Technologie-Zentrum für Mittel- und Osteuropa zu eröffnen. Wir wollen hier koordiniert an der Entwicklung komplexer neuer Verfahren und innovativer Technologien für ganz Osteuropa arbeiten“, ergänzt abschließend Rainer Schulz, CEO der REHAU Gruppe.

 

Die REHAU Gruppe
Als Premiummarke für polymerbasierte Lösungen ist REHAU in den Bereichen Bau, Automotive und Industrie international führend. Mit Innovationskraft, einer branchenübergreifenden Aufstellung und der daraus resultierenden Synergieeffizienz ist das modern und professionell gesteuerte Familienunternehmen in der Kunststoffindustrie einmalig. Zu den Kernkompetenzen gehören die Material- und Systementwicklung sowie die Oberflächentechnik. Hier nimmt REHAU mit rund 15.000 Mitarbeitern an über 170 Standorten weltweit einen Platz als Innovationstreiber ein.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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