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Sanierung des Linzer A7-Tunnels: Ein Park muss weichen

26.07.2011

Für die Sanierung des undichten Bindermichl-Tunnels an der Mühlkreisautobahn A7 in Linz muss ein Park abgetragen werden - dabei war der Tunnel im Linzer Stadtteil Bindermichl erst vor sechs Jahren für den Verkehr freigegeben worden. Nun sollen die Bauarbeiten im Herbst beginnen und neun Monate andauern.

Für die Sanierung des undichten Bindermichl-Tunnels an der Mühlkreisautobahn A7 in Linz muss ein Park abgetragen werden. Er befindet sich derzeit über der Einhausung. Das ist das Ergebnis eines Gutachtens, das von der Autobahngesellschaft Asfinag und der Arge Bindermichl in Auftrag gegeben wurden.

Das berichteten mehrere Medien, die Asfinag bestätigte die geplanten Bauarbeiten. Die Kosten für die Sanierung werden auf neun Millionen Euro geschätzt.

Wasser dringt durch undichte Dehnfugen

Der Tunnel über der A7 im Linzer Stadtteil Bindermichl war 2005 für den Verkehr freigegeben worden. Von Beginn an war er undicht. Die Asfinag und die Arge Bindermichl, zu der die Konzerne Porr, Alpine und Strabag gehören, gab ein Gutachten in Auftrag. Dieses Gutachten ergab nun, dass die Einhausung saniert werden muss.

Die Dehnfugen seien undicht, dadurch gelange immer wieder Wasser in den Tunnel, so die Asfinag. Um die Mängel beheben zu können, müsse der Park darüber abgetragen werden. Dieser erhielt übrigens nach dem Kulturhauptstadtjahr 2009 den Namen "Bellevue-Park" und war bei Besuchern äußerst beliebt.

Sanierungskosten voraussichtlich neun Millionen Euro

Die Bauarbeiten sollen im Herbst beginnen und rund neun Monate andauern. Details müssten aber erst mit dem Land Oberösterreich und der Stadt Linz abgesprochen werden. Die Kosten für die Sanierung dürften rund neun Millionen Euro betragen. Bei der Asfinag geht man davon aus, dass diese die Baufirmen Porr, Alpine und Strabag tragen müssen, da es sich offensichtlich um Ausführungsfehler handle. Der Straßenverkehr im Tunnel sei nicht eingeschränkt.

Während der Bauarbeiten soll jeweils ein Abschnitt des Parks für die Besucher erhalten bleiben, nach dem Ende der Sanierung werde er wieder zur Gänze zur Verfügung stehen. (apa, pm)

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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