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Schalungstechnik - Erfolg durch Internationalisierung

30.05.2007

„Wir haben 2006 erneut ein Rekordjahr hinter uns bringen können“, lautet die positive Bilanz von Reinhold Süßenbacher, Vorstandsvorsitzender der Umdasch AG, für das abgelaufene Geschäftsjahr. Mit den beiden operativen Geschäftsbereichen Umdasch-Shopfitting-Group und Doka-Schalungstechnik, hat der Umdasch-Konzern seinen Umsatz 2006 um 23 Prozent auf 891 Millionen Euro steigern können.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) ist um 43 Prozent gewachsen und hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Wert von 113 Millionen Euro erreicht. Ebenfalls kräftig zugelegt hat das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), das 2006 um 50 Prozent auf 123 Millionen Euro angestiegen ist. Der Cashflow der Unternehmensgruppe ist um 47 Prozent auf 116 Millionen Euro gestiegen.

Schalung als Motor für Wachstum

Mit einem Umsatzanteil von 77 Prozent ist die Doka-Schalungstechnik der Motor des Konzernwachstums. Um 24 Prozent hat der Umsatz von Doka im abgelaufenen Geschäftsjahr zugelegt und damit einen neuen Rekordwert von 690 Millionen Euro erreicht. Wesentlichen Anteil an dieser positiven Umsatzentwicklung haben die erfolgreichen Geschäftsaktivitäten in den neuen EU-Mitgliedsstaaten Mittel- und Osteuropas, im Nahen Osten sowie den Vereinigten Staaten. Aber auch das Geschäft in den traditionellen Kernmärkten Österreich und Deutschland hat sich im vergangenen Jahr positiv entwickelt. In Österreich konnte die führende Marktposition mit einem deutlichen Absatzplus weiter ausgebaut werden. Erfreuliches gibt es auch aus Deutschland zu vermelden. Nach Jahren der Rezession hat die deutsche Bauwirtschaft im Windschatten der allgemein positiven Konjunkturlage die Talsohle durchschritten. Doka Deutschland hat von dieser Trendwende am Bau profitiert und konnte Umsatz wie Ergebnis über Plan steigern. Dennoch verlieren die Kernmärkte zunehmend an Bedeutung. 1998 wurden noch rund zwei Drittel des Gesamtumsatzes in Österreich und Deutschland erwirtschaftet. 2006 ist dieser Umsatzanteil auf ein Drittel zurückgegangen. „Die Umsatzentwicklung der vergangenen Jahre zeigt deutlich, dass wir nur im Ausland wachsen können“, hebt Süßenbacher die Bedeutung des Exportgeschäfts für Doka hervor. Rund 90 Prozent des Jahresumsatzes erwirtschaftet Doka mit Schalungslösungen außerhalb von Österreich. Mit der Eröffnung von Tochtergesellschaften in Kanada, Algerien, Tunesien und Marokko sowie dem erfolgreichen Markteintritt in Serbien und Jordanien hat Doka seine Internationalisierungsoffensive auch 2006 konsequent fortgesetzt. „Die Forcierung des Expansionskurses und der weltweite Ausbau von Marktanteilen ist auch für die kommenden Jahre ein vorrangiges Ziel“, so Süßenbacher. Die Schalungsspezialisten aus Amstetten sind mittlerweile mit mehr als 100 Niederlassungen in 60 Staaten präsent. Noch in diesem Jahr sollen vier weitere Niederlassungen folgen. Geplant ist der Markteintritt in Chile, Indien und Singapur. „Markteintritte werden von uns mit äußerster Konsequenz verfolgt. Unsere Niederlassungen sind keine Briefkastenfirmen – wir sind mit Ross und Wagen vor Ort vertreten, um so eine optimale Kundenbetreuung sicherstellen zu können“, unterstreicht Süßenbacher.

Investitionen in die Zukunft

Die positive Umsatzentwicklung findet ihren Niederschlag auch in einer verstärkten Investitionstätigkeit. 2006 hat der Umdasch-Konzern rund 108 Millionen Euro in die Erweiterung und Modernisierung der Produktionsanlagen sowie den Ausbau der Vertriebsstrukturen investiert. Der Standort Amstetten wurde mit dem Doka-Forum um ein multifunktional nutzbares Kompetenzzentrum für Schalungslösungen erweitert. Darüber hinaus konnte 2006 eine vollautomatische Anlage für die Schalungsträgerherstellung in Betrieb genommen werden.

Um die Position als einer der weltweit führenden Schalungshersteller nachhaltig festigen zu können, wird Doka künftig sein Dienstleistungsangebot in den Bereichen Planungs- und Ingenieurleistungen, Leasing und Logistiklösungen weiter intensivieren. Die Zielsetzung für das laufende Geschäftjahr ist ambitioniert. 2007 soll mit einem erneuten Wachstumsschub erstmals in der Unternehmensgeschichte des Umdasch-Konzerns eine Milliarde Euro Umsatz erwirtschaftet werden. „Ich bin der festen Überzeugung, dass wir angesichts der positiven konjunkturellen Entwicklung und dank unserer strategischen Investitionstätigkeit dieses Vorhaben in die Tat umsetzen werden“, zeigt sich Süßenbacher entschlossen.

Stefan Pruckmayr

Artikel aus: bau.zeitung 21/07, S. 13

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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