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Schattenwirtschaft

10.03.2005

Trotz intensiver Bemühungen der Bundesinnung Bau scheint eine Trendwende bei der illegalen Bautätigkeit in weiter Ferne.

Nach wie vor hat die heimische Schattenwirtschaft beachtliche Zuwachsraten zu verzeichnen. Zu diesem Ergebnis kam Friedrich Schneider, Professor am Institut für Volkswirtschaftslehre an der Johannes Keppler Universität in Linz, im Rahmen seiner jährlichen Bestandsanalyse der gesamtösterreichischen Schattewirtschaft. Betrachtet man die „schwarzen“ Gewinnsummen der vergangenen Jahre, so stellt sich eine dramatische Entwicklung dar: 22 Milliarden Euro wurden 2002 mit Schwarzarbeit umgesetzt, 22,5 Milliarden Euro waren es im Jahr 2003. Im vergangenen Jahr wuchs die inoffizielle Wirtschaft um 2.6 Prozentpunkte auf 23 Milliarden Euro an und lag deutlich über der 1,7 Prozent-Wachstumsrate der offiziellen Wirtschaft. Damit hat die Schwarzarbeit im Jahr 2004 den Rekordwert von knapp elf Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erreicht und liegt damit doppelt so hoch als noch zu Beginn der 1990-er Jahre. Neben den massiven Umsatzeinbußen für die einzelnen Unternehmen, ist auch der volkswirtschaftliche Schaden beträchtlich: Rund fünf Milliarden Euro an Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen gehen der öffentlichen Hand alljährlich durch die illegale Gewerbeausübung verloren.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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