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Schlüsselstellung bei Bauprojekten

09.04.2008

Baumeister stehen aufgrund der Vielfalt an Bauprodukten vor der Qual der Wahl – welche Baustoffe für welches Bauvorhaben am besten geeignet sind. Kompetente Fachberatung erleichtert die Entscheidung.

Bauproduktehersteller sind innovativ – doch mit der Fülle an neuen Baustoffen und Produkten wird es nicht einfacher, das richtige Material auszuwählen. Aus diesem Grund forciert die Wirtschaftskammer die Ausbildung der Bauprodukte-Fachberater. Der Berufsnachwuchs der Bauprodukte-Fachberater startete Anfang März einen Rekordversuch beim Stapeln von Dämmstoffplatten in der Berufsschule Rohrbach. „Dass die angehenden Bauprodukte-Fachberater sowohl im Rahmen ihrer Ausbildung als auch später im Berufsleben hoch hinauswollen, wurde im Rahmen dieses Wettbewerbes unter Beweis gestellt. Insgesamt schaffte das Siegerteam die Höhe von acht Metern – eine hervorragende Leistung“, zeigt sich Johann Eisl, Obmann des Gremiums des oberösterreichischen Holz- und Baustoffhandels in der Wirtschaftskammer Ober­österreich, beeindruckt.

„Ziel dieser Aktion war es, einerseits die Öffentlichkeit über die Attraktivität des Lehrberufes des Baustoff-Fachberaters zu informieren und zugleich auch die Betriebe selbst über dieses spezielle Berufsschulangebot im Rahmen einer Leistungsschau vor Ort zu begeistern“, so Eisl. Im Vorfeld zu dieser Veranstaltung hat eine Befragung der Lehrlinge stattgefunden, um herauszufinden, was ihnen an der derzeitigen Ausbildung besonders Spaß macht. Hauptargumente für die Lehrlingsausbildung im Baustoffhandel waren die abwechslungsreiche Arbeit, der unmittelbare Kontakt mit Menschen sowie das angeeignete umfangreiche Produktwissen, das auch privat optimal genutzt werden kann. Unisono waren die angehenden Fachkräfte sehr zufrieden mit ihrer Berufswahl.

Ökologisierung der Baustoffe

„Gerade in einer Zeit der zunehmenden Ökologisierung und Optimierung der Baustoffe nimmt der Bauprodukte-Fachberater eine Schlüsselstellung im Rahmen von Bauprojekten ein“, ist Eisl von den ausgezeichneten Zukunftsaussichten für diesen Lehrberuf überzeugt. „Die Branche entwickelt derzeit gerade ein Konzept eines Zusatzzertifikates nach erfolgreicher Lehrabschlussprüfung, um einen weiteren Impuls für die Qualität des Berufsnachwuchses im Baustoff- und Baumarktbereich zu geben. Das Personal ist für jeden Baustoffhändler sowie Baumarkt das Herzstück seines Betriebes. Deshalb muss ein ganz besonderes Augenmerk in die Entwicklung dieser Menschen gelegt werden“, ist Eisl überzeugt.

Pauline Sleska, Direktorin der Berufsschule in Rohrbach, bringt die Vorzüge ihrer Baustoffklasse auf den Punkt: „Wir bilden an der Berufsschule Rohrbach junge Leute als Top-Fachkräfte mit hohen Bauprodukte-, Verkaufskundekenntnissen und mit einem Wissen über Baurechtsvorschriften aus, um die Kunden bestmöglich beraten zu können. Wir bieten eine fundierte und qualifizierte Ausbildung durch kompetente Lehrer, Fachvorträge, Videotraining, Praxisarbeit usw. in modern ausgestatteten Klassen mit Original-Baumarktprodukten an. Für die Dauer des Schulbesuches können die Jugendlichen im angeschlossenen Internat lernen und wohnen.“ „Der Baustoffhandel zählt in Oberösterreich insgesamt knapp 1.000 Mitglieder. Insgesamt sind rund 4.000 Mitarbeiter in diesen Betrieben beschäftigt und die Branche bildet derzeit 1.497 Lehrlinge aus“, so Friedrich Dallamaßl, Geschäftsführer des Gremiums des Holz- und Baustoffhandels in der Wirtschaftskammer Oberösterreich.

Gisela Gary

aus: bau.zeitung 14/08, S. 14

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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