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Flotte Sache: In nur 15 Tagen kann dank VST-Technologie ein ganzes 5.000 Quadratmeter umfassendes Stockwerk samt Decke präzis gebaut werden.

Schneller, leichter, massiv

13.10.2020

Die VST-Technologie ist eine Alternative zur klassischen Schalung und soll durch Individualität, Geschwindigkeit sowie Passiv­hausstandard punkten.

Neue Lösungen brauchen in der ­Baubranche oftmals ihre Zeit, bis sie sich am Markt etablieren. VST bietet eine solche an und feiert damit von Schweden bis nach Österreich Erfolge. Mithilfe der VST-Technologie können großvolumige Hochbauten schnell und präzis errichtet werden.

Hoch hinaus

Das Prinzip der VST-Technologie klingt simpel: Zementgebundene Flachpressplatten mit integrierter Bewehrung ersetzen die Schalung – egal ob für Wände, Decken, Treppen etc. – und fungieren nach dem Ausbetonieren als Teil des Gebäudes. Dadurch erspart man sich die Zeit zum Ausschalen, muss weniger Material lagern und kann direkt weiterarbeiten. „Wir können durch das geringere Gewicht rund 200 Quadratmeter Wände pro Lkw liefern, diese werden per Kran im Paket an die richtige Stelle gehoben aufgestellt und betoniert“, erklärt Kamil Kowalewski, Vorstand der VST Group. „Dabei wird jedes Bauelement im hauseigenen Werk auf Maß hergestellt und bedarfsgerecht sowie just in time zu den Baustellen geliefert.“

Laut VST kann durch den hohen Grad der Vorfertigung und der Möglichkeit, die Bauteile so individuell wie notwendig zu gestalten bzw. auszustatten, die Bauzeit im Vergleich zu anderen Baumethoden um bis zu 50 Prozent reduziert werden. Ein Stockwerk mit 5.000 Quadratmetern sei eine Angelegenheit von 15 Tagen. Ebenso werde das Risiko unerwarteter Verzögerungen auf der Baustelle aufgrund von schlechten Wetterbedingungen minimiert. „Zudem ist unsere Technologie mit jedem anderen Baustoff kompatibel, und unsere Passivhaus-geeigneten Komponenten erfüllen modernste Anforderungen an die Energieeffizienz“, ergänzt VST-Vorstand Bernd Ackerl. Auf den Rohbau gerechnet, sei man pro Quadratmeter vergleichbar mit den am Markt gängigen Preisen im Vergleich zu einem Fertigteil etwas teurer, da es ja „nicht nur eine rohe Wand“ ist.

Erfolgreich quer durch Europa

Ein weiterer Vorteil des Systems ist laut Kowalewski der hohe Grad an Individualität bei den Bauteilen, der einerseits bei Freiformen zum Tragen kommt und andererseits vor allem durch den Einsatz von BIM einen Vorteil bieten kann. „In Schweden, wo unsere Technologie gerne genutzt wird, fängt niemand zum Bauen an, ist kein Bauarbeiter auf der Baustelle, ­bevor das Gebäude nicht digital fertig ­geplant wurde“, beschreibt der VST-Vorstand die ­dortige ­Situation. „Steht der digitale Zwilling, kommt der Auftrag in Form, Zeit und Ort – und wir können ­genau das bieten.“ Ebenso überzeugt würden sich vor allem die Bauarbeiter selbst zeigen, da im Vergleich zu Schalungselementen das Gewicht der zu versetzenden Elemente wesentlich geringer ausfalle.

Autor/in:
Christoph Hauzenberger
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