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Schutz gegen Sommer-Schattenseiten

30.08.2006

Massive Baustoffe überzeugen im Sommer mit all ihren Fassetten. Im Hochsommer halten solid gebaute Häuser wohltemperiert kühl, bei dem aktuellen Hochwasser erweisen sie sich als überaus stabil.

Massiv gebaute Häuser schützen aufgrund der hohen Speichermasse massiver Baustoffe wirksam vor Überhitzung. Massivhäuser halten ebenso starken Wasserschäden gut stand – und können nach einem Hochwasser rasch wieder genützt werden. Der heurige Sommer zeigte sich von beiden Seiten – der Juli mit kontinuierlichen Temperaturen über 30 Grad, der August mit Regengüssen nonstop, die letztlich auch in vielen Regionen Österreichs zu Hochwasser führten. Wenn auch nicht in so annähernd tragischen Ausmaßen wie im Sommer 2005, erwies sich die massive Bauweise einmal mehr als überzeugend, vor allem für die Langhaltigkeit von Immobilien.
Wenn es in den Sommermonaten draußen drückend heiß ist, das Thermometer im Haus jedoch angenehme 21 Grad Celsius misst, dann ist das mineralischen Baustoffen wie Ziegel, Beton und Naturstein zu verdanken. „In einem gut gebauten Massivhaus ist es nie zu heiß, zu kalt, zu feucht oder zu trocken, sondern das ganze Jahr über gleichmäßig behaglich“, bestätigt Othmar Kronthaler, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Bau!Massiv!.

Natürliche Klimatisierung

Während sie im Winter die Räume optimal wärmen, indem sie Sonnenenergie aufnehmen und wie ein Kachelofen langsam wieder an die Umgebung abgeben, halten mineralische Baustoffe das Haus im Sommer gleichmäßig kühl, da die hohe Speichermasse eine Überhitzung verhindert.
Auch bei Umwelteinwirkungen wie Wasserschaden punkten massive Bauten: Selbst bei wiederkehrendem Hochwasser bleibt die Bausubstanz stabil und trocknet nach Durchführung von fachgerechten Entfeuchtungsmaßnahmen wieder vollkommen aus. Wohnräume werden dann als behaglich erlebt, wenn das Raumklima ausgewogen ist. Im gut gebauten Massivhaus wird dieser Effekt durch die ausgleichende Wirkung der Speichermasse auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit erzielt. Die Wände sorgen für einen angenehmen Temperaturverlauf und gleichen auch andere Schwankungen des Raumklimas aus. So können Überhitzung, zu große Trockenheit und starke Temperaturdifferenzen von vornherein vermieden werden. Ein positives und behagliches Raumgefühl stellt sich dann ein, wenn folgende vier Faktoren erfüllt sind: Eine Lufttemperatur von 19 bis 21 Grad Celsius, eine relative Luftfeuchtigkeit von 45 bis 65 Prozent, Luftbewegungen von maximal 15-25 Zentimeter pro Sekunde sowie einen Unterschied zwischen Innenwand- und Lufttemperatur von bis zu zwei Grad Celsius. Gut gebaute Massivhäuser erfüllen diese Kriterien zu 100 Prozent.

Schutz vor Hochwasser

Hochwasser stellt ebenso die Bauweise von vielen Gebäuden auf den Prüfstand. Noch gibt es keine Zahlen über die Höhe der aktuellen Schäden, die Hagelversicherung meldete bereits eine Rekordsumme an Schadensfällen. „Die Situation beginnt sich allgemein zu entspannen“, erklärt Niederösterreichs Landesrat Josef Plank. Trotz der enormen Speicherkapazität des Bodens kam es zu einem raschen Anstieg der Bäche und Flüsse. Die Wassermassen aus den Zubringern südlich der Donau führten entlang der Donau zu einem starken Anstieg und machten das Errichten des mobilen Hochwasserschutzes in Krems notwendig.
In den vergangenen vier Jahren haben fünf Hochwasser in Österreich laut Wirtschaftskammer Österreich rund 4,5 Milliarden Euro Schaden verursacht. Laut Studien von Meteorologen werden diese Ereignisse in Zukunft häufiger auftreten. Für den Donauhochwasserschutz in Niederösterreich
sollen bis zum Jahr 2015 rund 172 Mio. Euro investiert werden. Mit den Ländern Oberösterreich und Wien beträgt die Summe 420 Millionen. In Planung sind Dämme, Hochwasserschutzmauern, Sockelmauern oder mobile Schutzelemente, wie sie in Krems im Einsatz sind.
Massive Häuser bieten ihren Bewohnern Sicherheit und über Jahrzehnte stabile hygienische Bedingungen, auch bei Umweltkatastrophen oder Wasserschäden. Das haben nicht zuletzt die Hochwasser der vergangenen Jahre gezeigt. Selbst jahrhundertealte Bauten überstehen wiederkehrende Überflutungen meist ohne Einsturzgefahr, da Massivhäuser durch ihre hervorragende Statik überaus resistent gegen Einwirkungen von außen sind. Auch ein Wasserrohrbruch kann der massiven Konstruktion keinen bleibenden Schaden zufügen. Mineralische Baustoffe sind unempfindlich gegen Feuchtigkeit sowie gegen bakterielle, pflanzliche und tierische Schädlinge. Weitere Vorteile:
Massive Wände bedürfen weder einer Schutzbehandlung gegen Ungeziefer noch irgendwelcher Maßnahmen zur Konservierung, sie weisen keine umweltschädlichen Emissionen auf und schützen in höchstem Maß gegen die Einwirkung von UV-Strahlen.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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