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Schwachstelle Wohnpolitik

03.02.2015

Die Studie „Leistbares Mieten – Leistbares Leben“ legt Fehlentwicklungen in der österreichischen Wohnpolitik offen. Der ÖVI fordert, dass leistbares Wohnen in Zukunft gewährleistet wird.

Die Debatte über leistbares Wohnen nimmt seit Monaten in der Öffentlichkeit breiten Raum ein. Deshalb hat der Österreichische Verband der Immobilienwirtschaft (ÖVI) die unabhängige Volksökonomin Agnes Streissler-Führer mit der Erstellung einer Studie zu „Leistbarem Mieten – Leistbarem Leben“ beauftragt, um eine fundierte Grundlage für die dringend notwendige Versachlichung der Diskussion zu schaffen.

Die Studie beurteilt das Leben in Österreich als insgesamt sehr leistbar. Trotzdem sind Schwächen in der österreichischen Wohnpolitik zu erkennen. Denn gerade für „ärmere“ Haushalte ist der Anteil der Wohnkosten am verfügbaren Einkommen in Österreich deutlich über dem Durchschnitt. Außerdem gehören mehr als die Hälfte der Mieter auf dem privaten Markt der Gruppe mit niedrigem Einkommen an, während etwa 47 Prozent der Mieter aus der oberen Einkommensgruppe in einer Gemeinde- oder Genossenschaftswohnung leben. ÖVI-Präsident Georg Flödl tritt deshalb für eine regelmäßige Überprüfung der Förderwürdigkeit ein.

Im europäischen Vergleich sind die Kosten für Mietwohnungen moderat. Auch das Wachstum der Mieten verläuft seit 2000 kontinuierlich. Allerdings sind Neuvermietungen um ein Fünftel höher als Bestandsmieten. Vor allem durch eine kaum mehr überschaubare Fülle an Baugesetzen, OIB-Richtlinien und den rasanten Zuwachs an technischen Standards und Richtlinien gestalte sich die Schaffung von günstigem Wohnraum äußerst schwierig.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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