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Schwierige Zeiten

19.06.2013

Ein milder Winter und ein langer Herbst bescherten der Bauindustrie 2012 ein Plus von sechs Prozent, die Zementindustrie musste jedoch, trotz gleichem Absatz wie 2011, einen Rückgang des Umsatzes von 4,7 Prozent hinnehmen. Geforderte, bessere Rahmenbedingungen und ein Investment, das über Zement und Beton hinausgeht, sollen Veränderungen bringen.

Die Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ) konnte für das Jahr 2012 nur eine bedingt positive Bilanz ziehen. Der Absatz blieb zwar gegenüber dem Vorjahr nahezu gleich, der Umsatz ging jedoch um fast fünf Prozent zurück. Rudolf Zrost, Geschäftsführer der VÖZ, erklärte dies mit einer Sortenverschiebung innerhalb der Baubranche und dem Preisdruck, der auf den Industrie auf Grund billiger Importe lastet. Deswegen muss die Branche laut Zrost ein Investment betreiben, das über Zement und Beton hinausgeht. 

 

Zurzeit forscht man intensiv in der Richtung Energiespeicher Beton. Dabei sollen Betondecken als Wärme- bzw. Kältespeicher genutzt werden und so ganze Häuser beheizt bzw. gekühlt werden. Einzig das Problem der schlechten Raumakustik muss laut VÖZ noch gelöst werden. Hier arbeite man jedoch am internen Einbau einer Schalldämmung in den Beton, wobei man berücksichtigen muss, dass nicht zu viel Fläche der Decke verbaut wird, da sonst die Wärmeenergieabgabe nicht wirkungsvoll funktioniert. Ebenso gründete man Anfang des Jahres 2013 mit der TU-Wien die Smart Minerals GmbH, eine Plattform die praxisnahe Forschung betreiben soll.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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