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Software zur Sichtfeldanalyse senkt Kosten- und Zeitaufwand für Baumaschinenhersteller

15.02.2011

Hersteller von Baumaschinen haben ab sofort die Möglichkeit, die Kosten bei der Entwicklung ihrer Produkte gravierend zu senken und zugleich die Zeit bis zur Marktreife drastisch zu verringern.

Erreicht wird das durch den Einsatz einer neuen Software – EMM-Check – zur Sichtfeldanalyse von Erdbewegungsmaschinen, welche die zukünftigen Sichtverhältnisse des Maschinenführers jederzeit bereits während der Konstruktion auf Knopfdruck untersuchen kann. Die zur Verbesserung eines Sichtfeldes ggf. erforderlichen Maßnahmen, seien es Änderungen an der Konstruktion oder auch die Nutzung von Spiegeln und Kameras, können so frühzeitig berücksichtigt werden. „Ganz nebenbei“ sorgt EMM-Check damit auch für mehr Sicherheit beim späteren Einsatz der Baumaschine. EMM-Check ist seit Ende Januar 2011 direkt beim Hersteller ReKnow (http://www.reknow.de) erhältlich.

 

„Als Teilnehmer an einem Pilotprojekt schon während der Entwicklung von EMM-Check können wir bestätigen, dass diese Software ein Gewinn für unsere Branche ist. Bisher mußten wir für die Durchführung einer einzelnen Sichtfeldanalyse ca. 4-5 Personentage kalkulieren. Mit EMM-Check dauert diese nun je nach Datenmenge des zu prüfenden Fahrzeuges und in Abhängigkeit der Leistungsfähigkeit des eingesetzten Computers zwischen einigen Minuten und einigen Stunden. Wir sind überzeugt, daß wir mit dem Einsatz von EMM-Check den Entwicklungsprozeß unserer Maschinen enorm beschleunigen können.  Nachträgliche und kostenintensive Änderungen aufgrund eines eingeschränkten Sichtfeldes kurz vor dem Start der Serienfertigung gehören damit der Vergangenheit an“, so Herr Artur  Gabriel, Prokurist, Leiter Entwicklung und Konstruktion bei der Atlas Weyhausen GmbH in Wildeshausen zu den Möglichkeiten der neuen Software.

 

Laut Angaben des Herstellers ReKnow kann EMM-Check als CAD-systemneutrale Software auf einem separaten Computer betrieben werden, so daß Konstrukteure durch den Analyse-Vorgang nicht in ihrer Arbeit beeinträchtigt werden. Die eingestellten Prüfparameter lassen sich in EMM-Check als anwenderabhängige Profile speichern. Die Definition der Prüfumgebung muß somit pro Fahrzeug nur ein einziges Mal erfolgen. Für eine neue Analyse müssen lediglich die veränderten Fahrzeugdaten in die Applikation geladen werden. EMM-Check ermöglicht somit eine permanente, den Produktentstehungsprozess begleitende Sichtfeldanalyse, ist selbsterklärend und ohne Schulungsaufwand sofort nutzbar.

Vorausgesetzt werden lediglich Kenntnisse der zugrunde liegenden Normen. Die Software wird als installierbares Programm ausgeliefert und ist nach der Installation ohne jeglichen Implementierungs- und Anpassungsaufwand sofort einsatzbereit. Darüber hinaus bietet EMM-Check ideale Hilfestellungen bei der Einhaltung der seit dem 01.12.2008 durch die DIN EN 474-1/ISO 5006:2006 vorgeschriebenen Sicherstellung eines ausreichenden Sichtfeldes vor dem Inverkehrbringen von Neumaschinen.

Wie funktioniert EMM-Check? Was leistet die Software konkret?

 Für die Sichtfeldanalyse in EMM-Check sind nur die CAD-Daten des Fahrzeugs erforderlich, die eine tatsächliche Sichtfeldeinschränkung hervorrufen können. Aus dem erzeugenden CAD-System werden die Konstruktionsdaten der Erdbewegungsmaschine bzw. der Auf- und Anbauten im STL-Format exportiert und in EMM-Check eingelesen. Anhand von Prüfprofilen berechnet die Software anschließend die vom Maschinenführer nicht einsehbaren Bereiche. Diese werden als Kernschatten auf dem Prüfkreis sowie auf der 1m- Sichtlinie (rectangular boundary) um das Fahrzeug dargestellt, ausgewertet und grafisch dokumentiert. Standardprofile für verschiedene Maschinentypen, wie in der DIN EN 474-1/ISO 5006:2006 spezifiziert, sind dafür im Programm bereits vordefiniert. Selbstverständlich lassen sich auch eigene Prüfprofile erstellen, um EMM-Check zur Analyse von nicht der Norm entsprechenden Fahrzeug- bzw. Sichtsituationen nutzen zu können.

 

Die Normkonformität des analysierten Fahrzeugs wird durch EMM-Check auf Basis der durch die DIN EN 474-1/ISO 5006:2006 vorgegebenen Parameter beurteilt. Maßgebliche fahrzeugtypabhängige Kriterien sind hierbei die maximale Schattenbreite und -anzahl je Sektor des Prüfkreises sowie die Schattenbreite auf der 1m-Sichtlinie. Die Prüfergebnisse werden in einem normgerechten Bericht sowohl grafisch als auch tabellarisch dargestellt. Der Re-Import der Analyseergebnisse ins CAD-System ermöglicht die unmittelbare Optimierung der sichtfeldbeeinflussenden Geometrie.

 

Die Ergebnisse des Analyse-Prozesses mit EMM-Check sind:

·        eine generelle Aussage über die Erfüllung der Norm

·         die grafische Darstellung der Kern- und Halbschatte auf dem Sichtfeld

·         die Angabe der nicht eingehaltenen Prüfkriterien

·         ein normgerechter Analyse-Report

·         der Re-Import der Analyseergebnisse ins CAD

Die ReKnow Dirk Janßen und Sebastian Schneider GbR ist ein bundesweit tätiges Unternehmen mit Sitz in der Freien und Hansestadt Hamburg. ReKnow betreut namhafte Kunden in der Fertigungsindustrie zu Product-Lifecycle Management-Anwendungen (PLM) und setzt hierbei auf die Produkte CATIA und ENOVIA des Marktführers Dassault Systèmes. Neben Beratungs- und Trainingsdienstleistungen in diesem Umfeld entwickelt das Unternehmen richtungsweisende Software-Produkte.

Das Produkt-Portfolio zeichnet sich durch komplementäre Software zu CATIA sowie webbasierte Applikationen aus. So entwickelt und vertreibt ReKnow mit SQ Similarity Query eine CAD-neutrale geometrische Suche von Konstruktionsdaten in großen Datenbeständen anhand von Skizzen sowie EMM-Check, eine Software zur Sichtfeldanalyse von Erdbewegungsmaschinen. ReKnow ergänzt sein Produkt-Portfolio durch die DocuPortal ECM Suite, einem webbasierten Dokumentenmanagementsystem (DMS) des gleichnamigen Herstellers für mittelständische Unternehmen.

Weitere Informationen zur ReKnow GbR finden Sie unter

http://www.reknow.de

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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